Bei Grenzkontrollen gestoppt

Ein normaler Tag für die Bundespolizei

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Region - Im Zuständigkeitsbereich der Rosenheimer Bundespolizei sind am Dienstag (10. Juli) in Fernreisebussen und internationalen Reisezügen sieben Migranten festgestellt worden. Die Zahl, der an diesem Tag im rund 200 Kilometer langen Grenzabschnitt erfassten Personen ohne Einreisepapiere, entspricht in etwa dem derzeitigen Durchschnitt: Im ersten Halbjahr hat die Bundespolizeiinspektion Rosenheim zwischen Chiemsee und Zugspitze monatlich knapp 230 Personen beim Versuch, unerlaubt einzureisen, gestoppt.

Unter den vorläufig Festgenommenen befand sich im EuroCity ein Afghane, dessen Asylantrag in Österreich abgelehnt worden war. Die für die Einreise erforderlichen Papiere konnte der 18-Jährige bei der Grenzkontrolle im Zug nicht vorzeigen. Der junge Mann wurde von der Bundespolizei in Rosenheim wegen versuchter unerlaubter Einreise angezeigt. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft wurde für das anstehende Strafverfahren eine Sicherheitsleistung in Höhe von rund 750 Euro erhoben. Das Rosenheimer Amtsgericht ordnete am Mittwochmorgen an, den afghanischen Staatsangehörigen in Haft zu nehmen, um seine Rückführung sicherzustellen.

In einem weiteren EuroCity aus Italien trafen die Bundespolizisten kurz vor Rosenheim auf einen Mann aus Guinea-Bissau, der sich nicht ordnungsgemäß ausweisen konnte. Der 21-Jährige wurde wegen seines Versuchs, illegal einzureisen, angezeigt und wenige Stunden nach seiner Festnahme nach Österreich zurückgewiesen. Auch ein 21-jähriger Gambier und ein 63-jähriger Inder wurden der österreichischen Polizei überstellt, nachdem sie angezeigt und ihnen die Einreisen verweigert worden waren. Beide sind ohne die erforderlichen Papiere in Fernreisebussen von Italien nach Deutschland gefahren. In der Grenzkontrollstelle auf der Inntalautobahn endeten ihre Busfahrten.

Im Bereich des Bundespolizeireviers Garmisch-Partenkirchen, das zur Rosenheimer Inspektion gehört, nahm die Bundespolizei in Fernreisebussen einen Albaner und einen Ukrainer fest. Der 27-Jährige aus Albanien versuchte, ohne die erforderlichen Papiere, der 21-Jährige aus der Ukraine mit verfälschten Dokumenten illegal in die Bundesrepublik einzureisen. Sie wurden nach Österreich zurückgewiesen. Der ukrainische Staatsangehörige muss mit einem Strafverfahren wegen Urkundenfälschung rechnen. Hierfür hatte er auf staatsanwaltschaftliche Anordnung hin vorab 200 Euro als Sicherheit zu hinterlegen.

Eine Iranerin trat am Dienstag ihre Zugreise von Italien nach Deutschland mit afghanischen Papieren an. Bei der Grenzkontrolle bemerkten die Bundespolizisten den Schwindel und nahmen die junge Frau bei Rosenheim in Gewahrsam. Die 19-Jährige wurde wegen Ausweismissbrauchs und versuchter unerlaubter Einreise angezeigt. Die Ermittlungen dauern in diesem Fall noch an.

von KB

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