Gesundheitsschutz darf keine Frage des Geldbeutels sein

FFP2-Maskenpflicht in Bayern

Übergabe der Maskenspenden
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Der Grüne Abgeordnete Andreas Krahl übergab den Tafeln in der Region FFP2-Masken.

Region – Um uns selbst und unsere Mitmenschen vor Covid-19 zu schützen, sind FFP2-Masken notwendig. Seit dem 18. Januar herrscht nun eine FFP2-Maskenpflicht im Einzelhandel und Nahverkehr Bayerns. Die Vorgabe läuft diese Woche gut an und die meisten sind bereits mit FFP2-Masken unterwegs. Strikt durchgesetzt wird die Pflicht erst ab dem 25. Januar, denn für die erste Woche gilt noch eine Kulanzfrist.

Die medizinischen Masken sind immer wieder zum Thema von hitzigen Diskussionen geworden, vor allem da sie nicht gerade preiswert sind. Die Corona-Pandemie belastet sozial Schwache ohnehin schon sehr und viele haben nun Sorge, sich die Masken nicht leisten zu können. Diese Sorge will Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek nehmen: „Wir wissen, dass diese Masken teurer sind als gewöhnliche Mund-Nasen-Bedeckungen. Aber es ist völlig klar: Wir lassen niemanden im Regen stehen! Deswegen stellen wir in einem ersten Schwung 2,5 Millionen FFP2-Masken aus unserem Bestand für die Empfänger von Grundsicherung sowie Obdachlose und Nutzer von Tafeln zur Verfügung. Jeder Bedürftige bekommt fünf Masken gestellt. Wir prüfen, ob wir zu einem späteren Zeitpunkt weitere Masken ausgeben.“ Eine ähnliche Regelung gibt es auch für über 60-Jährige. Seit dem 15. Dezember können Bürgerinnen und Bürger ab 60 Jahren sowie Risikopatientinnen und -patienten kostenlos drei FFP2-Masken (oder vergleichbar) in ihren Apotheken erhalten.

Einige private Initiativen gibt es auch in unserer Region. So machte sich zum Beispiel der Grüne Abgeordnete Andreas Krahl auf den Weg zu allen Tafelausgabestellen des Stimmkreises. Von Murnau über Oberammergau, Schongau und Weilheim nach Penzberg. Dabei verteilte er 1000 zertifizierte FFP 2 Masken, je 200 Stück für jede Tafel. „Gesundheitsschutz darf keine Frage des Geldbeutels sein!“, so Krahl. „Es ist wichtig, bei allen Infektionsschutzmaßnahmen an alle Bürgerinnen und Bürger zu denken. Die Verpflichtung zu FFP 2 Masken ist aus epidemiologischer Sicht absolut sinnvoll, die finanzielle Belastung durch die Anschaffung der Masken ist aber für viele Menschen einfach nicht zu stemmen. Mir war es wichtig, hier schnell und unbürokratisch zu reagieren.“ 

FFP2-Masken sind Einwegprodukte, ausgelegt als Arbeitsschutz für eine Acht-Stunden-Schicht. „Für den privaten Bereich im Alltag kann die Maske allerdings auch öfter benutzt werden, etwa für den Einkauf oder die Fahrt zur Arbeit mit dem öffentlichen Nahverkehr“, heißt es vom TÜV-Verband. Man sollte seine Maske – um sich gegenseitig effektiv zu schützen – regelmäßig wechseln.

Sowohl beim Tragen von Mund-Nasen-Schutz als auch bei der Nutzung von FFP2-Masken müssen Zeiträume zur Erholung und Pausen eingeplant werden. Außerdem ist darauf zu achten, von welcher Qualität die Masken sind. Nach EU-Normen zertifizierte Masken sind an dem CE-Zeichen und der vierstelligen Prüfnummer zu erkennen.

Damit die neue FFP2-Maskenpflicht auch etwas bewirkt, ist das richtige Tragen entscheidend. Die Maske muss sehr dicht am Gesicht anliegen, damit nichts aus der Maske hinaus strömen kann. fzi

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