Umweltministerium stockt auf

Mehr Förderung für Weidetierhalter

Die Almbauern können sich über höhere Prämien freuen. Bei der Hauptalmbegehung in Mittenwald im vergangenen Jahr war die Befürchtung groß, dass ein beachtlicher Teil der Förderungen durch das Inkrafttreten des Artenschutz-Volksbegehrens wegfallen könnte.
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Die Almbauern können sich über höhere Prämien freuen. Bei der Hauptalmbegehung in Mittenwald im vergangenen Jahr war die Befürchtung groß, dass ein beachtlicher Teil der Förderungen durch das Inkrafttreten des Artenschutz-Volksbegehrens wegfallen könnte.

Region – Das Vertragsnaturschutzprogramm (VNP) der Bayerischen Staatsregierung belohnt freiwillige Leistungen von Landwirten, die einen Beitrag zum Naturschutz leisten. In Anbetracht der Coronakrise wurde der Fördertopf für 2020 um 14 Millionen Euro auf 64 Millionen Euro erhöht.

Wenn ein Landwirt seine Wiesen später mäht, schützt er bodenbrütende Vogelarten. Weidetierhalter leisten wertvolle Kultivierungsarbeit, die zum Erhalt bestimmter Pflanzenarten beiträgt. Beispiele für freiwillige Leistungen, die von der Bayerischen Staatsregierung, dem Bund und der EU mit Fördergeldern des Naturschutzprogrammes belohnt werden. Das Bayerische Umweltministerium hat die Prämien insbesondere für Weidetierhalter, Bewirtschafter von Streuobstwiesen und Teichwirte deutlich erhöht. 

Ein Ziel des Volksbegehrens Plus 

Wie Umweltminister Thorsten Glauber betonte, verfolgt das Programm auch Ziele des Volksbegehrens Plus, das vor neun Monaten verabschiedet wurde: „Bayern nähert sich damit dem Ziel aus dem Volksbegehren Plus, dass zehn Prozent der Grünlandflächen erst nach dem 15. Juni gemäht werden.“ In diesem Jahr seien geförderte Flächen von 15.000 Hektar hinzugekommen, auf denen später gemäht wird. Insgesamt werden 2020 rund 120.000 Hektar naturverträglich bewirtschaftet und vom VNP gefördert, 20.000 Hektar mehr als im Vorjahr. Das ergab die Auswertung der diesjährigen Anträge. Bis zum 29. Mai ist es möglich, Fördergelder zu beantragen. „Die Coronakrise trifft auch die Landwirtschaft hart, mit dem Programm wollen wir den Landwirten finanzielle Sicherheit bieten“, verkündete Thorsten Glauber. Die EU-Kommission habe die Erhöhung der Fördersätze bewilligt. 

Biotop-Kartierung im Freistaat kritisiert

In einem anderen Bereich des Umweltschutzes laufen jedoch Vertragsverletzungsverfahren der EU gegen Deutschland. Es handelt sich um die Kartierung der Biotope. Hier werde im Freistaat zu wenig getan, kritisiert die SPD Landtagsfraktion. In 31 bayerischen Landkreisen sei seit 20 Jahren keine Kartierung vorgenommen worden. Es würden wichtige Daten fehlen, die Flora und Fauna erfassen. „Lobbyinteressen zählen offensichtlich mehr als der Schutz der Umwelt“, wirft Florian von Brunn, Umweltschutzsprecher der SPD Landtagsfraktion, der Bayerischen Staatsregierung vor. moc

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