1. kreisbote-de
  2. Lokales
  3. Garmisch-Partenkirchen

Franz Hofmann wurde für seine jahrelangen Tätigkeiten zum Ehrenmitglied der Oberauer Feuerwehr ernannt

Erstellt:

Kommentare

Feuerwehr
V.l.: KBM Mathias Bader, 1. Kommandant Florian Schindlbeck, Peter Jais, Abol Taffakh, Hans Klein, Mathias Klughammer, Franz Hofmann, Anton Daisenberger, Dieter Stahuber, Hans Hofer, Erich Leichte, Christian Fischer, Bernhard Haaß, Markus Jung, 1. Bürgermeister Peter Imminger, 1. Vorsitzender Horst Krammer. Nicht auf dem Bild: Martin Schmid. © Dominik Bartl

Oberau – Die Feuerwehrführung der Oberauer Wehr lud zur Jahreshauptversammlung ein. Bevor es mit der Mitgliederversammlung los ging, marschierte man geschlossen zur Kirche. Vorneweg die Musiker und der Trommlerzug. Nach der Kirche gab es am Kriegerdenkmal ein Innehalten.

Gegen 10 Uhr trafen die Floriansjünger am Oberauer Pfarrheim ein, wo im dortigen Saal die Versammlung abgehalten wurde. Der 1. Vorsitzende Horst Krammer begrüßte seine Mitglieder und verlas die Tagesordnung. Schon zu Beginn dankte Krammer seinen Kameraden für deren Unterstützung im Verein. Schriftführer Korbinian Bader übernahm das Rednerpult und ging auf das Vereinsjahr 2021/2022 ein. Im Jahr 2021 rückten die Ehrenamtlichen zu 40 Einsätzen aus und sammelten so 730 Einsatzstunden. Im Folgejahr 2022 stieg die Zahl rapide an, zum Stand September waren es schon 64 Einsätze. Bader: „Das Unwetter vom 30. Juni ließ die Einsatzzahlen in die Höhe schnellen. Innerhalb kürzester Zeit reihte sich ein Einsatz an den anderen.“ Der Verein zählt derzeit 144 Vereinsmitglieder. Fort- und Ausbildungen konnten zum Glück auch wieder stattfinden, da die Pandemie-Maßnahmen reduziert wurden bzw. ganz entfallen sind. So konnten Bildungsnahmen für Maschinisten, für Information und Kommunikation, die Technische Hilfeleistung, den Atemschutz, für Ausbilder im Feuerwehrwesen und den MTA-Abschluss angeboten werden.

Florian Schindlbeck, 1. Kommandant der Oberauer Wehr, stellte die neuen Aufgabengebiete seiner Feuerwehr vor. Der Oberauer Tunnel fällt nun in die Zuständigkeit der Oberauer Feuerwehr. „Der neue Tunnel wird uns nicht nur in den Ausbildungen fordern, auch die Einsätze werden kommen. Zum Glück blieb das Einsatzgeschehen in den Tunnelröhren bis jetzt relativ ruhig“, betonte Schindlbeck. Schindlbeck ging auch auf den nächsten Tunnel ein, der ebenfalls dann in sein Feuerwehrgebiet fallen wird. 1. Bürgermeister Peter Imminger (CSU): „Nach jetzigem Stand rechnen wir im Frühjahr 2023 mit dem Baubeginn des Auerbergtunnels.“

Für den 1. Kommandanten ist klar, die Ausbildungen für die Tunnelanlagen sind sehr wichtig und appellierte deshalb an seine aktiven Mitlieder, „bitte besucht regelmäßig die Übungen, um für den Ernstfall gerüstet zu sein.“ Auch Schindlbeck blickte auf das schwere Unwetter zurück. „Man sah, wie machtlos man ist und nichts dagegen tun kann. Selbst konnten wir erst gar nicht ausrücken, die tennisballgroßen Hagelkörner hätten Menschen erschlagen. Ich danke meinen Einsatzkräften, die meisten waren selbst mit schweren Schäden zuhause betroffen und kamen trotzdem zum Einsatz, um anderen Mitbürgern zu helfen.“

Der Feuerwehrchef hofft auf ein kommunales Katastrophenschutzlager, dort soll man in Zukunft Sandsäcke, Schaufeln, Pumpen und vieles mehr lagern, um im Ernstfall sofort darauf zurückgreifen zu können. Peter Imminger hatte das Anliegen bereits im Gemeinderat angebracht. Beschlossen ist derzeit noch nichts, aber man hat die alten Räumlichkeiten der BRK-Bereitschaft im Blick.

Auch der G7-Gipfel forderte die Oberauer Wehr, sie stellten in der G7-Woche drei Sicherheitswachen in Kaltenbrunn. Für die Einsatzkräfte blieb es zum Glück sehr ruhig, lediglich drei Streifenwagen der Polizei musste man befreien, da diese bei einem Regenschauer in einer aufgeweichten Wiese versumpften. Imminger dankte für den reibungslosen Ablauf in der Feuerwehr. „Wir wollen euch das bestmögliche Werkzeug an die Hand geben“, so der Kommunalchef.

Kreisbandmeister Matthias Bader dankte ebenfalls in seiner Rede für die gute Zusammenarbeit. Er hatte aber noch eine Auszeichnung des Staatsministers Joachim Herrmann dabei. Für 25 Jahre aktiven Feuerwehrdienst durfte er Mathias Klughammer auszeichnen. Im Verein gab es noch höhere Ehrungen, Franz Hofmann wurde vom Vorsitzenden Horst Krammer für seine jahrelangen Tätigkeiten in der Feuerwehr zum Ehrenmitglied ernannt. Hierfür wurde eine Ehrenurkunde erstellt, welche ihm mit dankenden Worten überreicht wurde. Hofmann führte jahrelang selbst die Funktion als Vorsitzender des Vereins aus.

Auch zwei Neuzugänge gab es, Abol Taffakh und Markus Jung wurden vor der versammelten Mannschaft vereidigt und in den Feuerwehrdienst aufgenommen.

Dann fielen die Jahrzahlen für die Ehrungen im Feuerwehrverein Schlag um Schlag. Horst Krammer und Florian Schindl­beck riefen die Jubilare nach und nach auf die Bühne, um sie mit einer Urkunde und einer Anstecknadel der Feuerwehr zu ehren.

Für langjährige Mitgliedschaft geehrt wurden:

Peter Imminger (25 Jahre), Christian Fischer (40 Jahre), Dieter Stahuber (50 Jahre), Peter Jais (50 Jahre), Martin Schmid (50 Jahre, nicht anwesend), Anton Daisenberger (60 Jahre), Hans Hofer (60 Jahre), Erich Leichte (60 Jahre), Bernhard Haaß (60 Jahre), Franz Hofmann (Ehrenmitglied). db

Auch interessant

Kommentare