Die Verbesserung der Verkehrssituation im Loisachtal setzt sich aus mehreren Bausteinen zusammen

Freistaat unterstützt wichtige Straßenbauprojekte

Straßenbauprojekte
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Mit bestem Blick auf die Straßenbauprojekte (v.l. ) Gemeinderäte Anton Witting und Anton Buchwieser, 1. Bgmin Elisabeth Koch, Stmin Kerstin Schreyer, MdL Harald Kühn.

GAP / Landkreis – Auch die bayerische Verkehrsministerin Kerstin Schreyer hat sich für einen baldigen Baubeginn des Auerbergtunnels ausgesprochen: „Die Voraussetzungen für den Bau des Auerbergtunnels liegen vor und sollen zur weiteren Verbesserung der Verkehrssituation jetzt auch genutzt werden. Ein Hinauszögern des Baubeginns würde allein durch die zu erwartenden Baupreissteigerungen zu deutlichen Mehrkosten führen.“

Gleichzeitig setzt sie sich dafür ein, dass auch die Planungen für die Ortsumfahrung Garmisch-Partenkirchen mit Wanktunnel weiter vorangetrieben werden, um auch dort möglichst bald Baurecht zu erlangen. Schreyer betonte: „Unser Ziel ist nach wie vor, den Wanktunnel möglichst bald nach der Fertigstellung des Auerbergtunnels in Betrieb zu nehmen“. Denn dieser gehöre zu den Bausteinen, die dazu beitragen sollen, die angespannte Verkehrssituation im Loisachtal zu entzerren.

Teil des Gesamtkonzepts

Der Auerbergtunnel zwischen Eschenlohe und Oberau sowie der Wanktunnel als Ortsumfahrung von Garmisch-Partenkirchen sind Teil des Gesamtkonzepts zur Verbesserung der Verkehrssituation in der Region. Das Vorhaben wird in mehreren Bausteinen umgesetzt, von denen einige, wie beispielsweise der Tunnel Farchant, schon abgeschlossen sind. Aktuell laufen die Bauarbeiten für die Ortsumfahrung von Garmisch-Partenkirchen mit dem Kramertunnel im Zuge der B 23 sowie die Ortsumfahrung Oberau.

In den Haushalt eingestellt

Für den Auerbergtunnel liegt seit Ende 2019 unanfechtbares Baurecht vor. Das Bundesverkehrsministerium hat als Baulastträger der Bundesstraßen daraufhin den Bau freigegeben und das Projekt im Frühjahr 2021 in den Haushaltsplan des Bundes eingestellt. „Die Voraussetzungen für einen baldigen Baubeginn des Auerbergtunnels liegen damit vor und wir wollen diese Chance auch nutzen, um für die Verkehrsteilnehmer möglichst bald die dringend erforderlichen Verbesserungen zu schaffen“, so die bayerische Verkehrsministerin.

Mit dem Auerbergtunnel und der dann auch fertiggestellten Ortsumfahrung Oberau und dem Kramertunnel soll es möglich sein, ohne eine einzige Ortsdurchfahrt von München über den Fernpass nach Tirol zu fahren.

Die Ortsumfahrung Oberau wird im nächsten Jahr dem Verkehr übergeben. Das bietet große Synergieeffekte, da nach Abschluss der Bauarbeiten in Oberau das eingespielte Projektteam den Bau des Auerbergtunnels in effizienter und bewährter Weise in Angriff nehmen kann.

Wanktunnel nicht vergessen

Parallel dazu arbeitet das Staatliche Bauamt Weilheim mit Hochdruck an den Planungen für den Wanktunnel. Derzeit wird der technische Entwurf dafür erstellt, der die Voraussetzung für das anschließende Planfeststellungsverfahren zur Erlangung des Baurechts ist. „Und natürlich möchten wir auch mit den Bauarbeiten für den Wanktunnel starten, sobald wir dafür Baurecht haben“, betonte Verkehrsministerin Schreyer im Gespräch mit Erster Bürgermeisterin Elisabeth Koch. Die zeigte sich über die Unterstützung seitens der Staatsregierung erfreut. „Eine umfassende Lösung, den Durchfahrtsverkehr im Ort zu reduzieren, ist eines unserer dringlichsten Themen“, sagte die Erste Bürgermeisterin von Garmisch-Partenkirchen.

Kramertunnel

Das Staatliche Bauamt Weilheim betreut derzeit zwei anspruchsvolle Straßenbauprojekte in Garmisch-Partenkirchen, den Bau des Kramertunnels und die Planung des Wanktunnels.Für den Baufortschritt der künftigen Westumfahrung von Garmisch-Partenkirchen, mit dem Herzstück, dem 3,6 km langen „Kramertunnel“, zieht das Staatliche Bauamt eine positive Bilanz. In diesem Jahr ist geplant, den Vortrieb im Haupttunnel von Süden bis zum Bergsturzbereich abzuschließen. Nach dem Ausbruch des Tunnelprofils kann am Südportal mit dem Einbau der Abdichtung und darauffolgend der „Innenschale“ begonnen werden. Diese Arbeiten starten im Herbst 2021 und werden sich über das Jahr 2021 hinaus fortsetzen. Von Norden werden die Vortriebsarbeiten im Bergsturzbereich im Haupttunnel fortgeführt. Zeitgleich finden weiterhin die Arbeiten an der Grundwasserwanne statt.

Die beiden neuen Loisachbrücken in Grainau konnten im Sommer 2020 abgeschlossen werden, eineinhalb Jahre früher als geplant. Die Loisachbrücke in Burgrain wurde im Dezember 2020 fertiggestellt. Die Trogbrücke hat eine Spannweite von 50 Metern, hier wurden 880 Kubikmeter Beton verbaut. tra

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