Klimawandel

Fridays for Future-Demonstration in Garmisch-Partenkirchen

Das erste Mal seit dem Corona-Lockdown wieder auf der Straße: Eine kleine Gruppe von Jugendlichen der Fridays for Future Bewegung hat sich am vergangenen Freitag auf dem Richard Strauss Platz in Garmisch-Partenkirchen zu einer Demonstration versammelt.
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Das erste Mal seit dem Corona-Lockdown wieder auf der Straße: Eine kleine Gruppe von Jugendlichen der Fridays for Future Bewegung hat sich am vergangenen Freitag auf dem Richard Strauss Platz in Garmisch-Partenkirchen zu einer Demonstration versammelt.

GAP – Die Fridays for Future-Bewegung hat während der Coronakrise keine Großdemonstration organisiert. Dahinter steckt ein klares Statement: "Wir schützen die ältere Generation vor Ansteckung und übernehmen Verantwortung." Im Gegenzug wünschen sich die jungen Aktivisten auch von den älteren Menschen etwas.

Zum ersten Mal nach dem Corona-Lockdown sind die jungen Aktivisten der Fridays for Future (FFF)-Bewegung am vergangenen Freitag, 5. Juni, in Garmisch-Partenkirchen wieder auf die Straße gegangen. Allerdings nur in kleiner Besetzung, mit Mundschutz und genügend Abstand. Auf dem Richard-Strauss-Platz haben sich etwa sechs Jugendliche versammelt. Mit Megafon, Bannern und Plakaten haben sie auf die Klimakrise aufmerksam gemacht. Vertreten war auch Fridays for Future Murnau. Viele Menschen blieben stehen, um sich die Plakate durchzulesen und mit den Jugendlichen über den Klimawandel zu sprechen. 

Generationengerechtigkeit: Junge und alte Menschen sollen zusammenhalten

Die Jugendlichen wünschen sich Unterstützung von der älteren Generation: "Wir fordern Generationengerechtigkeit. Das bedeutet, dass auch ältere Menschen das Klima schützen in Verantwortung für die nächsten Generationen. Es bedeutet aber genauso auch, dass wir als Jugendliche in Zeiten der Pandemie alles daran setzen, ältere Menschen zu schützen und auf Massenproteste verzichten", heißt es in einer Mitteilung von FFF Garmisch-Partenkirchen. Nachdem die Massendemonstrationen nicht mehr möglich waren, mussten die Organisatoren von Fridays for Future Deutschland umdenken: Statt auf die Straße zu gehen, protestieren sie im Internet, unter dem Hashtag #netzstreikfürsklima. Jede Woche gibt es Webinare zu Klimathemen. Einen Live-Stream von FFF Deutschland haben sich circa 250.000 Menschen angesehen.

Politische Maßnahmen auch in der Klimakrise notwendig

Während der Coronakrise habe sich gezeigt, wie schnell Maßnahmen von Politik und Gesellschaft umgesetzt werden können, zum Wohle aller. Die jungen Aktivisten wünschen sich das auch für Fragen des Klimaschutzes. Das Motto der Demonstration war #fighteverycrisis und beinhaltet die Forderung an die Politiker, die Klimakrise genauso ernst zu nehmen wie die Pandemie und wissenschaftliche Erkenntnisse in ihre Entscheidungen mit einzubeziehen. Ein weiterer Hashtag soll auf das Kohlekraftwerk in Datteln aufmerksam machen, das kürzlich in Betrieb genommen wurde: #stopdatteln4. Mehr dazu in diesem Video: 

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