"Keine Kohle für die Kohle"

Fridays for Future fordert schnellen Kohleausstieg von den Bundestagsabgeordneten

Mit Briefen und Emails möchte die FridaysForFuture-Bewegung die Verabschiedung des Kohleausstiegsgesetzes verhindern. Nach Ansicht der Aktivisten ist ein Kohleausstieg bis 2038 nicht mit dem Klimaschutz vereinbar.
+
Mit Briefen und Emails möchte die Fridays for Future-Bewegung die Verabschiedung des Kohleausstiegsgesetzes verhindern. Nach Ansicht der Aktivisten ist ein Kohleausstieg bis 2038 nicht mit dem Klimaschutz vereinbar.

GAP – Am 3. Juli soll im Bundestag über das Kohleausstiegsgesetz abgestimmt werden. Für Fridays for Future ist das Gesetz "ökologisch eine Katastrophe", wie es die jungen Aktivisten in ihrem Brief an den Bundestagsabgeordneten und CSU-Landesgruppenvorsitzenden Alexander Dobrindt formulieren. Sie rufen zum Protest gegen das Gesetz auf und bieten auf ihrer Homepage die Möglichkeit, eine Email an die Bundestagsabgeordneten zu schicken. 

"Sehr geehrter Herr Dobrindt,
ich schreibe Ihnen aufgrund der bevorstehenden Bundestagsabstimmung über das Kohleausstiegsgesetz. Dieses Gesetz bestimmt nicht nur darüber, wann das letzte Kohlekraftwerk in Deutschland schließen wird, sondern vor allem über meine Zukunft. Sie sind im Bundestag von uns Bürgern gewählt, um unsere Interessen zu vertreten. Der Klimaschutz und die Einhaltung des Pariser Klimaabkommens sind absolut nicht mit einem Kohleausstieg 2038 vereinbar. Dieses Gesetz ist nicht der Anfang vom Ende der fossilen Energieträger, sondern ein Skandal, da wir spätestens 2030 (!!!) aus der Kohle aussteigen müssen. Den Klimawandel interessieren die Ausreden unserer Gesellschaft nicht, aber wenn wir nicht alles tun, um den Klimawandel aufzuhalten, werden wir die Folgen mehr als deutlich zu spüren bekommen. Kohle ist schon lange nicht mehr rentabel und wird vom Staat mit unglaublich viel Geld über Wasser gehalten. Dieses Geld könnte man in erneuerbare Energien investieren! Stoppen Sie dieses Gesetz! Denken Sie an Ihre Kinder und Enkel und an die Natur, die hier in Garmisch so wunderschön ist und geschützt werden muss. Dieses Gesetz ist ökologisch und volkswirtschaftlich eine Katastrophe. Unsere Zukunft liegt in Ihrer Hand. Machen Sie etwas daraus."

Diesen Brief und noch viele andere haben die Klimaaktivisten der Fridaysforfuture Ortsgruppe Garmisch-Partenkirchen letzten Freitag gemeinsam an die Bundestags-Abgeordneten geschrieben. Das neue Kohleausstiegsgesetz ist ihrer Meinung nach auf allen Ebenen unverantwortlich und muss dringend gestoppt werden. Wenn Sie der selben Meinung sind, können Sie über ein Tool auf der Website von FFF eine Email an den Bundestagsabgeordneten schreiben, der für Ihren Wahlkreis zuständig ist. kb

Auch interessant

Meistgelesen

Makaberer Scherz löste Großeinsatz der Polizei aus
Makaberer Scherz löste Großeinsatz der Polizei aus
Partenkirchner Festwoche abgesagt
Partenkirchner Festwoche abgesagt
Covid-19: Testoffensive angekündigt –  Gesundheitsamt bleibt gefordert
Covid-19: Testoffensive angekündigt –  Gesundheitsamt bleibt gefordert
Fridays for Future fordert schnellen Kohleausstieg von den Bundestagsabgeordneten
Fridays for Future fordert schnellen Kohleausstieg von den Bundestagsabgeordneten

Kommentare