Geologischer Lehrpfad des Fremdenverkehrsvereins als neue Touristenattraktion eingeweiht

Die Steine des Alpenraums

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Von links: Claudia Zolk und Florian Hilleprandt (beide CSB) im Gespräch mit Heiko Düsterhöft vom Fremdenverkehrsverein. Das Christlich Soziale Bündnis wird Pate eines Steines.

GAP – 23 bunte Fotos, darunter von einem Korallenkalk, einem Eklogit und anderen steinernen Schönheiten baumelten an einer Leine, die am Partnach­uferweg aufgespannt war.

„Alles Abbildungen von Steinen, die zum Geologischen Lehrpfad gehören“, erklärte Initiator Heiko Düsterhöft. Circa 20 Gäste, darunter die Mitglieder des Garmisch-Partenkirchner Fremdenverkehrsvereins e.V., Wolfgang Bauer als Zweiter Bürgermeister der Marktgemeinde, Tourismusdirektor Peter Ries und Gemeinderäte, trafen sich vor kurzem an der Bürgermeister-Vogel-Brücke zu einer kleinen Feier samt geologischer Schnitzeljagd. Anlass war die Fertigstellung des Projektes „Die Steine des Alpenraums“. Nach genau zwei Jahren ist der 1,6 km lange Geologische Lehrpfad, der entlang der Fluss-Promenade zwischen Bahnhofstraße und Olympia-Skistadion verläuft, fertig. „120 Exponate aus den fünf Alpenländern säumen den längsten Lehrpfad dieser Art in Deutschland“, erklärt Doris Ganser, Zweite Vorsitzende des Fremdenverkehrsvereins. Darunter Gabionen, wunderschön polierte Steintafeln an der Ufermauer, auf Säulen gesetzte Steine und originelle Steinspiele für Kinder. Der schwerste Stein wiegt 3,5 Tonnen, die ältesten sind über 500 Millionen Jahre alt. Zwölf Informations- und Schautafeln geben darüber Auskunft. Der Lehrpfad entstand auf Initiative des Fremdenverkehrsvereins. Eine neue Touristenattraktion, für die der Gästeführerverein auch fachliche Exkurse bietet. „Die Gesamtkosten betragen 40.000 Euro. Rund 25.000 Euro kamen an Sponsorengeldern zusammen“, so Ganser. Die Finanzierung erfolgte aus Vereinsmitteln und mit Spenden. Die Zahl der ehrenamtlichen Stunden, die von Heiko Düsterhöft und seinen Vereinsmitstreitern Steinmetz Jürgen Seefried, Peter Meinelt und Bruno Kifinger geleistet wurden, ist nicht zu beziffern. „Der Geologische Lehrpfad ist eine Bereicherung des touristischen Angebots“, befand Bürgermeister Bauer. Er gab zu, dass er dem Projekt anfangs skeptisch gegenüberstand und der Erfolg dem beharrlichen Ringen Düsterhöfts zu verdanken ist. Wer sich oder seiner Organisation ein steinernes Denkmal setzen möchte – der Name wird am Stein verewigt –, kann das ab 200 Euro tun. Weitere Spender sind jederzeit willkommen.

von Meggy Schäfer

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