Kardinal Marx betont bei seinem Besuch in Garmisch-Partenkirchen die Bedeutung integrativer Einrichtungen

Unterschiede trennen nicht, sie bereichern

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Sein traditioneller vorweihnachtlicher Besuch führte den Erzbischof von München und Freising, Kardinal Reinhard Marx, in den Integrationskindergarten der Kinder-, Jugend- und Erwachsenenhilfe. Hier nahm sich der hohe Gast viel Zeit für Gespräche – auch und vor allem mit den Kindern.

GAP – Der Funke war sofort übergesprungen: Der Erzbischof von München und Freising, Kardinal Reinhard Marx, besuchte am Montag den Integrationskindergarten des Vereins Kinder-, Jugend- und Erwachsenenhilfe (KJE) in Garmisch-Partenkirchen.

Die Kinder waren neugierig auf diesen besonderen Besuch. Mit staunenden Augen schauten sie sich den Kardinal genau an, um dann schon gleich loszuplappern. So ergab sich in den einzelnen Gruppen rasch ein vielstimmiges Gespräch über Schneemänner und Iglus, Nikoläuse und das Weihnachtsfest. Kardinal Reinhard Marx genoss den abwechslungsreichen Vormittag sichtlich und bedankte sich später bei den Kindern: „Ihr habt mir wirklich eine große Freude gemacht!“

Sein traditioneller vorweihnachtlicher Besuch führte den Erzbischof von München und Freising diesmal in den Integrationskindergarten der KJE-Hilfe. Kardinal Marx machte dabei die Wichtigkeit integrativer Einrichtungen deutlich: „Jeder Mensch ist ein Geschenk Gottes an die ganze Welt. Pädagogik bedeutet, zu entdecken: Welche Möglichkeiten sind in diesem Menschen angelegt? Welche Botschaft geht von ihm aus?“ Gerade in der Weihnachtszeit werde daran erinnert, dass im Mittelpunkt des christlichen Glaubens ein Kind stehe und dass sich Gott in Jesus den Menschen zeigen wolle.

Es sei eine wichtige Aufgabe, behinderte und nichtbehinderte Menschen in eine Gemeinschaft zu führen, betonte der Erzbischof. „Unterschiede trennen nicht, sie bereichern.“ Was der KJE-Kindergarten im Kleinen mache, gelte für eine gesamte Gesellschaft, auch in Bezug auf Menschen unterschiedlicher Hautfarbe oder Religion.

Das Besuchsprogramm war umfangreich. Nach einem Rundgang mit Erläuterungen durch Alfred Heinle, Vorsitzender des Trägervereins, und Leiterin Petra Röger, kam der große Auftritt der 102 Kinder, die in sechs Gruppen betreut werden. Mit Liedern, Gedichten und einem kleinen Adventsbäumchen überraschten sie den hohen Ehrengast. Kardinal Marx wiederum war auch nicht mit leeren Händen gekommen und überreichte eine Spende von 10.000 Euro. Mit dem Geld soll die Matschstelle im Garten mit einem Anbau so hergerichtet werden, dass auch Kinder im Rollstuhl dort spielen können. Außerdem werden Terrassenmöbel für die Kindergartengruppen angeschafft.

von Ilka Trautmann

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