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Garmisch-Partenkirchen: Schmierereien und Zerstörungen am Geologischen Lehrpfad Partnachufer

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Von: Margot Schäfer

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Lehrpfad
Für die Allgemeinheit zur Information und Wissensvermittlung gedacht, von ein paar Idioten mutwillig zerstört. © Margot Schäfer

GAP – „Wir haben erneut Anzeige erstattet“, sagt Peter Ries, Erster Vorsitzender des Fremdenverkehrsvereins Garmisch-Partenkirchen. Zum wiederholten Male hatten Unbekannte auf dem Geologischen Lehrpfad entlang des Partnachuferwegs Vandalismus begangen.

Gerade hatte Vereinsmitglied, Mineralienexperte Peter Meindl die Schäden der letzten Zerstörungen samt Diebstahl vom Februar des Jahres beseitigt. Jetzt schlugen die oder der Täter erneut zu. „Sie haben offenbar mit einem Spitzhammer das Sicherheitsglas der Vitrine zertrümmert und einen der besonderen Steine mitgenommen“ erklärt Ries.

Aufgeben gilt nicht

Begreifen kann er es nicht, was da immer wieder geschieht. Mehrfach wurden in der Vergangenheit Schilder beschädigt, Steine umgeworfen und besprüht, verschwanden Marmortafeln, es wurden Edelsteine herausgeschlagen, beschädigt und gestohlen, Schutzhüllen zertrümmert. Diesmal wurde außerdem die große Infotafel am nördlichen Ende des Lehrpfads auf beiden Seiten mit schwarzer Farbe besprüht. Alle Bemühungen des Vereins zusammen mit den Medien und der Polizei den Tätern auf die Spur zu kommen, blieben bisher ohne Ergebnis.

Aber aufgeben gilt nicht. Die 180 Exponate, die auf der 1,6 km langen Outdoor-Anlage gezeigt werden, sind einmalig. Einheimische, Gäste, Institutionen und Vereine spendeten die meisten der Steine. Teils von weither und mühsam wurden diese beschafft.

Fünf Jahre dauerte es, bis der Geologische Lehrpfad fertig war. Mit vereinseigenen Mitteln und in unzähligen ehrenamtlichen Stunden wurde er von Enthusiasten installiert und wird seitdem von Vereinsmitgliedern betreut. Hier bekommt man einen repräsentativen Einblick in die Geologie des Alpenraums. Ein touristisches Highlight, das gern von Schulklassen, Studentengruppen und Einheimischen besucht wird, in Ortsführungen eingebunden ist.

Bereits bei der zurückliegenden Zerstörungsaktion hatte der Verein 500 Euro Belohnung für Hinweise, die zur Ergreifung des oder der Täter führen, ausgeschrieben. „Das gilt auch weiterhin“, informiert Ries, der die Bevölkerung, vor allem Hundegassi-Geher, dringend um Mithilfe bittet. sm

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