Rennen am Sonntag: Viktoria Rebensburg auf Rang neun

Weiterer Sieg für Lindsey Vonn

+
Viktoria Rebensburg war mit den Leistungen zufrieden.

GAP – Auch im zweiten Rennen von Garmisch-Partenkirchen war Lindsey Vonn nicht zu schlagen. Damit feierte sie ihren 81. Weltcupsieg und ihren neunten Erfolg in Garmisch-Partenkirchen.

Fünf in der Abfahrt, drei im Super-G und einen im Slalom. Sie ist damit die einzige Athletin, die mehr als eine Abfahrt in der Marktgemeinde im Weltcup gewinnen konnte. Die Kandahar wird immer mehr zu ihrem Wohnzimmer, nur in Lake Louise hat sie mehr Rennen gewonnen, nämlich 14.

Ein Wahnsinn: Lindsey Vonn siegte zweimal auf der Kandahar.

 

Am Sonntag, als das Rennen im Unterschied zum Vortag auf voller Länge ausgetragen wurde, war die 33-Jährige nach 1:37,92 Minuten im Ziel. Zweite wurde die Italienerin Sofia Goggia vor Tina Weirather aus Liechtenstein. Das Top-Trio trennten insgesamt nur zwölf Hundertstel. Goggia meinte: „Ich bin sehr glücklich mit dieser Woche und mit meiner Leistung. Ich war sehr sicher und stabil, viel besser nach dem Sturz in Cortina. Wenn man fällt, dann ist es für die Seele am schmerzhaftesten”, sagte Goggia.

Vonn machte im technisch anspruchsvollen Teil wie der „Hölle“ Zeit auf ihre Konkurrentinnen gut und erwischte den Zielhang perfekt. „Das war heute viel besser als gestern. Die Stimmung hier ist riesig. Garmisch ist einfach ein geniales Event“, freute sich Weirather über ihren Podestplatz. „Das Rennen heute gibt natürlich Selbstvertrauen und das kann auch wirklich viel helfen für die Olympischen Spiele.“

Vierte wurde Stephanie Venier. Die Österreicherin meinte: „Ich habe gewusst, dass ich Skifahren kann. Aber mein Kopf hat mir öfter einen Streich gespielt. Mit der Olympianominierung ist man dann natürlich direkt positiver eingestellt. Ich darf einfach nicht so viel nachdenken und muss einfach drauf losfahren.“

Sehr zufrieden mit ihrer Fahrt war auch Michelle Gisin, die Fünfte wurde, betonte: „Es war ein beinahe perfekter Lauf, aber andere fahren es einfach noch perfekter. Die drei Erstplatzierten sind wirklich genial gefahren. Ich habe die Tina Weirather oben am Start gesehen und dachte mir nur: Wow, man kann es kaum besser machen. Es sind dann winzige Details, die dann entscheiden. Ich habe die Fehler von gestern noch ausmerzen können. In der „Hölle“ habe ich ein bisschen Tempo rausgenommen, weil ich diesen Teil ja heute erst zum dritten Mal gefahren bin.“ Nun fährt die Schweizerin voller Vorfreude zu den Olympischen Winterspielen: „Mit so einem Resultat nach Korea reisen zu können. Ich bin mega happy, ich habe bisher eine unglaubliche Speed-Saison hinter mir, auch im Slalom bin ich im Moment extrem konstant. Es ist noch nicht das, was ich kann im Slalom, aber es ist schon sehr stabil. Das macht mich super glücklich und ich freue mich riesig.”

Viktoria Rebensburg kam auf Rang neun und war mit dem Wochenende zufrieden: „Nach meiner langen Pause war es wichtig für mich, mal wieder auf den langen Skiern zu stehen. Unter Rennbedingungen zu fahren, ist entscheidend, um das Gefühl wiederaufzubauen.” Mit der Piste war sie zufrieden: „Die Piste war kompakter und härter, zwar nach wie vor noch ein bisschen unruhig, aber im Grunde ist sie jetzt super zu fahren.”

Meike Pfister aus Krumbach konnte sich zwei Tage vor ihrem 22. Geburtstag mit Platz 14 über das bislang beste Weltcup-Ergebnis ihrer Karriere freuen, Kira Weidle aus Starnberg kam auf Rang 19 und meinte: „Es wäre sicherlich an der ein oder anderen Stelle noch mehr drin gewesen, aber insgesamt war es okay. Es war nicht so leicht für mich aufgrund des Sturzes diese Woche, aber ich denke, als letztes Rennen vor Olympia hat das schon gepasst. Dass ich es ins Finale geschafft habe, freut mich heute am allermeisten.“ Für sie waren die Rennen auf der Kandahar speziell: „Heimrennen sind immer etwas Besonderes. Es ist schön, wenn man viele bekannte Gesichter sieht und dazu noch ein ganz ordentliches Rennen fährt.“ Michaela Wenig aus Lenggries wurde 21 und sagte: „Gestern war es sehr schade mit meinem Ausfall, ich bin eigentlich gut ins Rennen reingekommen. Heute war es ein wenig besser. Im oberen Teil bin ich wieder ganz gut gefahren, aber unten bin ich leider zu unsauber gefahren. Dennoch war es heute besser als gestern. Die Platzierung ist okay – Punkte sind natürlich immer gut. Im Moment überwiegt aber noch die Enttäuschung, dass ich den unteren Teil nicht so gut gefahren bin.” Wenig blickt nach vorne: „Ich bin zu Beginn der Saison technisch besser gefahren. Daran gilt es jetzt zu arbeiten, damit es wieder einen Schritt nach vorne geht.” Patrizia Dorsch (Schellenberg) verfehlte als 32. die Punkteränge knapp.

von Titus Fischer

Auch interessant

Meistgelesen

Seilbahn Zugspitze: Neue Kabine hängt am Seil
Seilbahn Zugspitze: Neue Kabine hängt am Seil
Keine Stille Nacht allein unterm Baum
Keine Stille Nacht allein unterm Baum
Transport der neuen Kabine der Seilbahn Zugspitze
Transport der neuen Kabine der Seilbahn Zugspitze
Sachbeschädigungen und Vandalismus in Oberammergau geklärt
Sachbeschädigungen und Vandalismus in Oberammergau geklärt

Kommentare