67. Garmischer Festwoche

"Es läuft nur so gut, weil alle an einem Strang ziehen"

+
Bei den fünf Heimatabenden in der Festwoche wurde lebendiges Brauchtum wie hier der Bandltanz gezeigt.

Garmisch – Zelt und Bühne sind abgebaut, der Wittelsbacher Park dient bereits wieder als Parkplatz. Außer Kleinigkeiten erinnert nichts mehr an die neuntägige Festwoche des Volkstrachtenvereins Garmisch. Aber nur rein optisch, denn die 67. Festwoche wird allen in guter Erinnerung bleiben.

Unverfälschtes Brauchtum 

An nicht weniger als fünf Tagen wurde mit sehr gut besuchten Heimatabenden überliefertes Brauchtum unverfälscht dargeboten, der sichtbare Beweis, dass Schuhplattler und Figurentänze zu den Landlerklängen der Musikkapelle Garmisch nach wie vor ein wahres Publikumsmagnet sind. Auch an den anderen Tagen gab es ein ansprechendes Programm für Jung und Alt. 

Dank an alle Mitstreiter 

Daher auch ein höchst zufriedener Vorstand Christian Ruf, der beim sonntäglichen Abschlussabend einen vielfältigen Dank an seine Mitstreiter und die Musikkapelle richtete. „Es läuft nur so gut, weil alle an einem Strang ziehen. Ob nun die aktiven Plattler, Trommler, der ‚Alte Tanz‘ oder im Besonderen die Eltern und Großeltern der vielköpfigen Trachtenjugend, die sich so engagiert einbringen und fürs saubere Gwand bei der Jugend sorgen!”

Perfektes Drumherum 

Einen Extra-Dank hat Ruf im Nachgang aber für den Festwirt Josef (Josch) Adlwärth parat. „Er hat uns 9 Tage lang wieder aufs Beste verköstigt, vielseitig unterstützt und sogar die 20 jungen Männer beim Bühnenabbau noch gut verpflegt”, lobte der 1. Vorstand. „Denn wir kümmern uns ums Programm, der Festwirt ums Drumherum”, betonte Ruf. 

Zahlreiche Ehrungen 

Begonnen hatte die 67. Auflage der Festwoche mit dem Eröffnungs- und Ehrenabend. Zahlreiche Mitglieder durften Ehrennadeln und Urkunden für ihre jahrzehntelange Mitgliedschaft entgegennehmen. Für seine 40-jährige Mitwirkung beim Trommlerzug wurde zudem Thomas Maurer (Hauterer) geehrt. Mit einer frisch-gezapften Maß Märzenbier stießen zuvor Schirmherrin 1. Bürgermeisterin Dr. Sigrid Meierhofer, Christian Ruf und Festwirt Josef Adlwärth auf einen guten Verlauf der Woche an. Und diese Wünsche gingen voll und ganz in Erfüllung. 

Tolles Heimatfest unterm Kramer

Kampf um den Alpenpokal 

Bereits nach dem ersten Wochenende stand am Montag das große Steinheben in vier Gewichtsklassen um den Alpenpokal auf dem Programm. Moderator Hansjörg Vierthaler führte humorvoll durchs Programm und stellte die einzelnen Kraftprotze vor. Erfreulich war dabei gerade die zahlreiche Beteiligung von Werdenfelser Lokalmatadoren in allen Klassen.

Geehrt wurde an diesem Abend vom Landesvorsitzenden Michael Ritzer ein ganz besonderer Steinheber anlässlich seines Aktiven-Abschieds. „Flori Klöck aus Partenkirchen erbte dieses Hobby bereits vom Vater und auch die nächste Generation ist schon wieder dabei. 40 Jahre hast du Veranstaltungen dieser Art bereichert”, lobte Ritzer.

Garanten für beste Unterhaltung 

Als ein „Garant für gute Unterhaltung” – so wurde die Kult-Band „Dreisam” angekündigt, die am Dienstag wieder für ein rammelvolles Zelt sorgte und gerade die Jugend anzog. Begeistert waren auch dieses Jahre die vielen Partygänger vom Repertoire der Band.

Viel Anklang fand der erstmalige Auftritt von „Tromposaund”. Diese Musikanten vom Starnberger See gestalteten einen griabigen Zeltabend mit ihren schmissigen Klängen. Eine feste Bank im Wochenkalender war natürlich wieder der „Tag der Betriebe, Stammtische und Vereine. Martin Sponsel mit seinem „Werdenfels Sextett” spielte in gewohnter Weise zu diesem Abend unterhaltsam auf. So freuen sich die Garmischer bereits wieder auf das kommende Jahr – wenn dann die 68. Festwoche Einheimische wie Gäste in gewohnter Weise ins Festzelt lockt. Klaus Munz

Die Geehrten 

75 Jahre Mitgliedschaft: Johann Streitel (Hofner), 70 Jahre: Hermann Ostler (Bratte),

60 Jahre: Anselm Emmerich, Johann Buchwieser (Michele), 50 Jahre: Josef Ostler (Mola), Reinhold Viebke, Johann Oberhauser (Herlega), Otto Klumpp.

Seinen Abschied aus dem Vereinsausschuss nahm Ludwig Bader junior (Diktl). Der frühere 2. und 1. Vorplattler, insgesamt bereits 15 Jahre für die Garmischer aktiv, bleibt dem Verein jedoch als 2. Tambourmajor des Trommlerzuges erhalten. Mit einem Präsent wurde Bader vom Vorstand verabschiedet.

Von Klaus Munz

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

"Immer auf meine Hand schauen"
"Immer auf meine Hand schauen"
Zunehmender Bedarf zu erkennen
Zunehmender Bedarf zu erkennen
Das Kainzenbad macht auf
Das Kainzenbad macht auf
Hader spielt Hader
Hader spielt Hader

Kommentare