Tourismusregionen gefährdet

Gastgewerbe schlägt Alarm wegen Coronavirus

Die Gaststätten und Hotels sind auch in der Region Garmisch-Partenkirchen stark von den Folgen der Coronavirus-Pandemie betroffen. Der DEHOGA fordert finanzielle Unterstützung für die Branche.
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Die Gaststätten und Hotels sind auch in der Region Garmisch-Partenkirchen stark von den Folgen der Coronavirus-Pandemie betroffen. Der DEHOGA fordert schnelle finanzielle Unterstützung für die Branche.

Region – Die wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Pandemie sind auch bei uns zu spüren. Tourismus- und Gastronomiebetriebe sind stark betroffen. Gerade in unserer Region ist das Gastgewerbe einer der wichtigsten Wirtschaftszweige. Der Hotel- und Gaststättenverband DEHOGA Bayern informiert über die momentane Lage.

Es ist nicht verwunderlich, dass der Tourismus unter den Folgen des Coronavirus leidet. Die Frage ist nur, in welchem Ausmaß.  „Die Auswirkungen der Coronakrise auf das bayerische Gastgewerbe sind nicht ernst, sie sind dramatisch, sie sind existenzbedrohend“, so fasst Dr. Thomas Geppert, Landesgeschäftsführer des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes DEHOGA Bayern, die Stimmung aller Kreis- und Bezirksvorsitzenden zusammen, die sich in Bamberg zu einem Krisentreffen zusammengefunden hatten. DEHOGA Bayern-Präsidentin Angela Inselkammer meinte, die wichtigste Säule der regionalen Wirtschaft und bayerischen Lebensqualität sei bedroht. „Was viele noch nicht begriffen haben: Heute sind es die Restaurants und Hotels, die schließen müssen, morgen alle vom Gastgewerbe abhängigen Zulieferer und Dienstleister“. Sie ergänzt: „Das Gastgewerbe ist einer der wichtigsten regionalen Wirtschaftsmotoren. Brechen hier die Betriebe weg, wird es alle darauf aufbauenden Unternehmen nicht mehr geben.“ 

Christian Bär, der Kreisvorsitzende von Garmisch-Partenkirchen sagt: „Wir werden diese Woche anfangen, unsere Mitarbeiter abzubauen und von Kollegen weiß ich, dass sie Kündigungen bereits vorbereiten, da die Lage jeden Tag schlechter wird.“ Von der Politik fordere man, dass sehr, sehr schnell gehandelt werden müsse, denn gastgewerbliche Betriebe könnten bei der strukturell bedingten, dünnen Liquiditätsdecke nur kurze Zeit überleben. 

Aktuelle Umfrageergebnisse von DEHOGA: Bayerns Gaststättengewerbe stark von Coronakrise betroffen

Mit einer Blitzumfrage für Geschäftstreibende im Hotel- und Gaststättengewerbe möchte die DEHOGA sich ein konkreteres Bild über das Ausmaß der Betroffenheit machen.

Die aktuellen Ergebnisse der Befragung von 1.947 bayerischen Betrieben ergeben: 78 Prozent der Betriebe verzeichnen Umsatzeinbußen in Folge der Coronakrise. Durchschnittlich brechen die Umsätze bayernweit um 29 Prozent ein. 93 Prozent aller Betriebe verzeichnen Rückgänge bei Neubuchungen, diese gehen im Schnitt um 39 Prozent zurück. 

Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite des DEHOGA.  kb

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