Ehrung am Hohen Brendten

Tag der Gebirgssoldaten in Mittenwald

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Gedenken am Gebirgsjägerehrenmal auf dem Hohen Brendten in Mittenwald.

Die Gebirgsjägerbrigade 23 „Bayern“ lädt alle Interessierten zum vierten Tag der Gebirgssoldaten am 6. Juni 2019 ein. Die Feierlichkeiten sind in drei aufeinanderfolgende Veranstaltungen gegliedert. Den Beginn bildet um 11 Uhr ein Appell unter dem Motto „Gebirgsjägerbrigade 23 in der Zukunft“ auf dem Gelände des Ausbildungslagers Luttensee.

In diesem Rahmen werden die Jahrgangsbesten des Heeresbergführerlehrgangs sowie der Heereshochgebirgsspezialisten-Lehrgänge ausgezeichnet. Im Anschluss besteht für angemeldete Teilnehmer die Gelegenheit ein Mittagessen im Festzelt vor Ort einzunehmen. Von 14 bis 15 Uhr findet die traditionelle Gedenkfeier des Kameradenkreises der Gebirgstruppe e.V. am Ehrenmal der Gebirgstruppe auf dem Hohen Brendten statt. Bei der Veranstaltung mit ökumenischem Gottesdienst gedenken alte und junge Gebirgssoldaten, Verbündete, einstige Kriegsgegner der beiden Weltkriege und Freunde der Gebirgstruppe – in zivil und Uniform – der gefallenen, vermissten, verstorbenen und im Dienst ums Leben gekommenen Kameraden. Als ein Zeichen der Versöhnung über den Gräbern wird seit vielen Jahren auch den Opfern von Krieg, Gewaltherrschaft und Terror gedacht. Das Grußwort wird der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium der Verteidigung, Dr. Peter Tauber, sprechen. Ab 16 Uhr findet ein Kameradschaftsabend für geladene Gäste im Festzelt am Ausbildungslager Luttensee statt. Das Gebirgsmusikkorps der Bundeswehr aus Garmisch-Partenkirchen wird alle drei Veranstaltungen musikalisch umrahmen.

Kritiker nehmen am Brendten-Gedenken teil. Erstmalig wird in diesem Jahr offiziell auch eine Abordnung des Aktionskreises Angreifbare Traditionspflege (AAT) teilnehmen, die dem Brendten-Gedenken sehr kritisch gegenübersteht und in der Vergangenheit immer wieder gegen diese Veranstaltung protestiert hat. Der AAT nahm eine Einladung des Kameradenkreises der Gebirgstruppe e.V. an und wird am Ehrenmal einen Kranz niederlegen. „Wir freuen uns, dass wir den Aktionskreis Angreifbare Traditionspflege mit in die Veranstaltung einbinden können. Der AAT hat uns zugesichert, die Würde der Veranstaltung als Gedenkfeier und Gottesdienst zu wahren und nicht für politische Agitation zu missbrauchen“, betont der Präsident des Kameradenkreises der Gebirgstruppe, Oberst a. D. Hans Sahm. Auch der Kommandeur der Gebirgsjägerbrigade 23, Brigadegeneral Jared Sembritzki, begrüßt diese Einbindung: „Wir haben gemeinsam mit dem Kameradenkreis viel dafür getan, eine angemessene Traditionspflege zu etablieren. Dazu gehört auch der Umgang mit Kritik.“ Text: Fregattenkapitän Eckhard Michel, Presseoffizier Gebirgsjägerbrigade 23

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