Mit kleineren Behinderungen rechnen

Abschnittsweise Gehölzpflege an der Autobahn A 95

Gehölzarbeiten Autobahn
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Die Autobahndirektion Südbayern beginnt mit abschnittsweisen Gehölzarbeiten an der Autobahn A 95 (das anschließende Reinigen der Fahrbahn gehört natürlich auch dazu).

Region – Von Montag an, 16. November, beginnen entlang der A 95 im Bereich zwischen München und dem Autobahnende bei Eschenlohe Maßnahmen zur Gehölzpflege. Die Arbeiten sind in einzelne Abschnitte unterteilt und werden bis Ende Februar 2021 andauern. 

Im Zuge der Maßnahme kann es vereinzelt zu Spurwegnahmen und damit einhergehenden Verkehrsbehinderungen kommen. Grundsätzlich wird darauf geachtet, die Arbeiten nicht in die Zeiten des Berufsverkehrs zu legen. Die Arbeiten zur Gehölzpflege werden zur Aufrechterhaltung der Verkehrssicherheit, aber auch zur Erhaltung der ökologischen Funktionen des Hecken- und Gehölzbestandes durchgeführt. So dient beispielsweise eine abgestufte Heckenstruktur als Schutz vor Wind, Schnee und Erosion. Grundsätzlich ist die Autobahndirektion Südbayern verantwortlich für die Standfestigkeit der Bäume, die auf ihren Grundstücken stehen.

Darüber hinaus sind die Maßnahmen nötig, um Bauwerke und unterirdische Leitungen vor Beschädigungen durch diverses Wurzelwerk zu schützen. In den geschlossenen Gehölzbeständen an den Autobahnen, die meist aus Sträuchern und Bäumen bestehen, wird zudem der Baumanteil oftmals zu hoch und zu dicht. Der Bestand schießt in die Höhe, während im Untergrund jedoch Lichtmangel vorherrscht. Dies führt dazu, dass Bäume und Sträucher sich nicht richtig entwickeln können. Die Folge: Der Bestand verkahlt, d. h. dürres, trockenes Geäst bestimmt den Untergrund und dieser wird artenarm. Zu dichte Bestände von baumartig wachsenden Gehölzen werden deshalb während der Gehölzpflegearbeiten ausgedünnt. Einzelne Bäume werden freigestellt, damit diese sich besser entwickeln und ein stabiles Grundgerüst bilden können.

Auch dort, wo Gehölze auf Stock gesetzt, d. h. lediglich ein paar Zentimeter über dem Boden gekappt werden, ist die Natur – entgegen dem Anschein – nicht zerstört. Vor allem für Insekten findet sich dort schon im Frühjahr ein neues, umfangreiches Nahrungsangebot, da durch Samenanflug auf den gelichteten Flächen Blumen und Kräuter neu wachsen können, die im dichten Unterholz nicht hätten keimen können. Die Sträucher treiben zudem wieder aus. Dadurch wird die Strukturvielfalt der Gehölze erhalten. Zudem wird an geeigneter Stelle der Anteil des seltenen und ökologisch besonders wertvollen Biotoptyps „Stehendes Tot­holz“ (Torso) erhöht, der einen wichtigen Lebensraum u. a. für Insekten, Vögel und Fledermäuse darstellt. Die Verkehrsteilnehmer werden um Verständnis gebeten. (kb)

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