Gemeinsamer Neujahrsempfang von Gebirgsjägern und Marktgemeinde Mittenwald

Aufgaben bleiben anspruchsvoll

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V.li. Oberstabsfeldwebel Oliver Weiß, Michael Altmann vom Rettungsverein, Oberstleutnant Karl Kriner, Bürgermeister Adolf Hornsteiner, Mesner Helmut Hornsteiner, Pfarrsekretärin Regina Hornsteiner und Standortältester Andreas Bockmann.

Mittenwald – Die kleine Besetzung des Gebirgsmusikkorps eröffnete den 18. Neujahrsempfang der Gemeinde Mittenwald und der Bundeswehr.

Der große Saal war schnell mit zahlreichen Bundeswehrangehörigen und Gästen aus den regionalen Bereichen Politik, Militär, Verwaltung, Gewerbe und Vereinen gefüllt. Standortältester Oberstleutnant Andreas Bockmann gab einen kurzen Rückblick auf das vergangene Jahr 2017. Für den Ausbildungsstützpunkt der Gebirgs- und Winterkampfschule Mittenwald war es ereignisreich. Zahlreiche Soldaten wurden für ihren Einsatz im schwierigen Gebirge und zur Durchführung ihres Einsatz­auftrages in Mali ausgebildet. Dabei musste sich die Kompanie und Teile der Bataillonsführung auf Temperaturen von über 47 Grad einstellen und den Absturz eines Kampfhubschraubers verkraften. Die Leistungsfähigkeit wurde im Brigadewettbewerb „Polarfuchs“ beim Militärwettkampf „Edelweiß Raid“ in Österreich demonstriert, ebenso bei der Übung „Eiskristall 2017“ in Italien und Frankreich. Das Sanitätsversorgungszentrum der Standorte Mittenwald und Garmisch-Partenkirchen konnte trotz personeller Vakanzen durch zusätzliche Aufgaben von Ausbildung und Übungen abgedeckt werden.

Für das Jahr 2018, so Bockmann weiter, sei keine Beruhigung der Lage zu erwarten. Es bleibe anspruchsvoll für den Auftrag 2019 in Mali und für die Bereithaltung neuer Heeresreserven. Zum Abschluss seiner Rede bedankte sich Oberstleutnant Andreas Bockmann für die gute Einbindung der Soldaten mit ihren Familien in die Bevölkerung des Oberen Isartals. Allen Kameraden wünschte er eine unversehrte Rückkehr von ihren Einsätzen.

Bürgermeister Adolf Hornsteiner hielt ebenfalls eine Rückschau auf die Ereignisse in Mittenwald, wie den positiven Verlauf des Bozner Marktes, die Lawinenverbauung und die aktuellen Haushaltsplanungen. Nachdenklich waren seine Worte zur aktuellen Politik und Weltlage. Bayern sei in diesen schwierigen Zeit fast eine Oase, man könne hier zufrieden sein und ruhig leben. In diesen Zeiten zeige sich, wie essentiell Familie und Beruf seien, auch die Tradition sei nicht vergessen. Mit seinem Zitherspiel „Morgen am Traunsee“ wünschte der Bürgermeister den Gästen ein gesundes und erfolgreiches Jahr. Eine Zugabe gab es dann noch: Der Erlös des Benefiz-Weihnachtskonzertes vom Gebirgsmusikkorps Garmisch-Partenkirchen in der Pfarrkirche St. Peter und Paul mit Dirigent Karl Kriner, wurde im Rahmen des Neujahrsempfanges im Offiziersheim übergeben. Je ein Scheck in Höhe von 965 Euro ging an die katholische Pfarrei St.Peter und Paul und an den Isartaler Rettungsverein Oberes Isartal.

von Kornelia Wehmeier

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