Gemeinsamer Neujahrsempfang – Marshall Center und Marktgemeinde blicken voller Zuversicht aufs neue Jahr

Hatten unzählige Hände zu schütteln und bekamen viele Glückwünsche für’s neue Jahr: Links Keith W. Dayton, der Direktor des Marshall Centers, mit seiner Frau Carol, und Bürgermeister Thomas Schmid mit seiner Frau Denise. Fotos (2): Trautmann

Seit Jahren schon laden die Marktgemeinde Garmisch-Partenkirchen und das Marshall Center zum gemeinsamen Neujahrsempfang. Ein Termin, für den die geladenen Gäste in ihrem Kalender gerne Platz schaffen, denn es ist für alle ein angenehmer Abend, an dem man bei guten Gesprächen und fröhlicher Stimmung gemeinsam dem neuen Jahr entgegenblickt.

Es war zweifelsohne ein ereignisreiches Jahr 2011, auf das Bürgermeister Thomas Schmid und Keith W. Dayton, der Direktor des Marshall Centers, am Mittwoch mit ihren Gästen zurückblickten und einen Ausblick darauf gaben, was 2012 bringen wird. Der schwungvolle Kaisermarsch, mit dem das Gebirgsmusikkorps Garmisch-Partenkirchen den Abend eröffnete, war unüberhörbar Ausdruck großer Freude. Denn auch das Musikkorps blickt auf aufregende Zeiten zurück. Nach langem Bangen, ob auch das Musikkorps von der Bundeswehrreform betroffen sein würde, bedankte sich ein sichtlich erleichterter Major Christian Prchal insbesondere bei Bürgermeister Thomas Schmid für seinen Einsatz zum Erhalt des Standortes. Ihm widmete der Major auch den Kaisermarsch, auch wenn’s im Ablauf so nicht vorgesehen war. Der Einsatz für viele Bereiche und Investitionen in den Ort hätten sich gelohnt, wie Schmid in seiner Ansprache resümierte. Vor allem der Tourismusbereich profitiere davon. So führte er gleich die Ski-WM als Beispiel ins Feld. „Wir haben viel dafür investiert, aber es war die richtige Entscheidung, denn es war ein riesiger Erfolg“, so der Bürgermeister. Allein der Marketingwert, der Garmisch-Partenkirchen dadurch entstanden ist, sei unbezahlbar. In diesem Rahmen habe auch das Gewerbe die Chancen ergriffen. Hotels haben sich herausgeputzt und es wurde in die Fußgängerzone investiert. „Die Fußgängerzone brummt, da pulsiert das Leben“, freut sich Schmid. So sei auch die Gewerbesteuer gestiegen, sodass für den Haushalt keine Kreditaufnahmen in Betracht gezogen werden müssten. „Wir sollten uns daher zum Tourismus bekennen, denn er ist ein wichtiges Standbein für uns“, appellierte er. Diskussionen um dieses Thema seien wichtig, doch man müsse auch Entscheidungen treffen und diese akzeptieren. Und Entscheidungen gibt es im neuen Jahr viele zu treffen, z.B. für die Ludwigstraße. „Da müssen wir uns was einfallen lassen.“ Es gelte, die Tradition des Partenkirchner Ortsteils herauszustreichen, so müsse es gelingen, die Besucher des Neujahrsskispringens dorthin zu locken. Eine Entscheidung muss auch in Sachen Kongresshaus her. Soll es saniert werden oder doch in Richtung Eisstadion umziehen als Kongresshotel? „Begreifen Sie mit mir und dem Gemeinderat neue Projekte nicht als Bedrohung sondern als Chancen für unseren Ort, dann wird es ein gutes Jahr.“ Dafür sprach der Bürgermeister auch dem Gemeinderat Kraft und Mut zu. In diesem Rahmen brach Schmid auch eine Lanze für die gescheiterte Olympiabewerbung. Deshalb sei es jetzt wichtig, so große Projekte wie die Umgehung für Oberau und den Kramertunnel voranzutreiben, wozu er die Politik zum Handeln aufrief. „Unser Tal hat’s verdient und es ist auch notwendig.“ 2012 werde aber auch wieder die Daseinsfürsorge mehr ins Zentrum gerückt, die viele Bereiche betreffe. So wird z.B. der Hochwasserschutz weiter verfolgt, „die Millionen hierfür haben sich rentiert“. Ein anderer Bereich sind die Gemeindewerke, die sich mehr und mehr als Stromproduzent aus regenerativen Energiequellen hervortun. Damit konnten die Gemeindewerke im letzten Jahr zum ersten Mal die Umsatzmarke von 40 Mio. Euro knacken. Jetzt, so Schmid, sei zu hoffen, dass sich die Gesetzeslage dahingehend ändern wird, damit Wind und Wasser als Energiequellen auch hier in der Region ausreichend genutzt werden können. Auch im Bereich der Kultur haben sich die Investitionen gelohnt, betonte Schmid. Für den Kultursommer und das Richard-Strauss-Festival als „unser Flaggschiff der Musik“ seien wieder Drei-Jahresverträge abgeschlossen worden, um das kulturelle Leben der Gemeinde zu bereichern. Darüber hinaus führte er Einrichtungen an wie das Kleine Theater, die Musikschule, die heuer ihr 40-jähriges Jubiläum feiert sowie die vielen Ortsvereine, die vieles in ehrenamtlicher Arbeit leisten und mit ihrer Jugendarbeit dafür sorgen, dass es in Garmisch-Partenkirchen lange nicht solche Probleme gibt wie es andernorts manchmal der Fall ist. Auch für das Marshall Center hält das neue Jahr ein umfangreiches Programm bereit. Trotz des knappen Budgets konnte Direktor Keith W. Dayton versichern, dass das renommierte Institut in Garmisch-Partenkirchen bestehen bleibt. „Die deutsch-amerikanische Verbindung ist jetzt stärker als je zuvor und das wird auch in Washington erkannt“, sagte der Direktor und bedankte sich herzlich bei der Gemeinde und der Bevölkerung für den Halt, den die amerikanisch-deutsche Einrichtung in Garmisch-Partenkirchen findet. Dieser Halt sei wichtig, denn auch 2012 richtet sich das Hauptaugenmerk des Marshall Centers auf die politischen Krisengebiete der Welt. Schon diese Woche treffen sich zum Beispiel über 100 Führungskräfte aus Nordamerika, Europa, Afrika und Eurasien, um die Zukunft des „Arabischen Frühlings“ zu besprechen. Nach dem offiziellen Teil traf man sich im Foyer bei einem großzügigen Buffet zum Gedankenaustausch.

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