Jubiläumsfeier am George C. Marshall Center in Garmisch-Partenkirchen

25 Jahre Deutsch-Amerikanische Freundschaft

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V. li.: Dr. Robert Kennedy, Dr. Florian Herrmann, Johann Berger, Keith W. Dayton, Martin Schelleis und Dr. John P. Rose.

GAP - Das George C. Marshall Center als Europäisches Zentrum für Sicherheitsstudien ist eine einzigartige Bildungsstätte des deutschen und amerikanischen Verteidigungsministeriums. Vor genau 25 Jahren wurde das Institut in Garmisch-Partenkirchen aus der Taufe gehoben. Dieses Jubiläum wurde am Montagnachmittag offiziell gefeiert. 

Am Festakt nahmen unter anderem Staatsminister Dr. Florian Herrmann, Generalleutnant Martin Schelleis (Bundeswehr) und Generalleutnant Christopher Cavoli (U.S. Army) teil. Die Festveranstaltung wurde mit dem zeitgleich stattfindenden Senior Executive Seminar verknüpft, bei dem sich 72 hochrangige Vertreter aus 41 Nationen mit aktuellen, globalen sicherheitspolitischen Herausforderungen beschäftigen. 

Als einen "ganz besonderen Moment", bezeichnete Keith W. Dayton, Direktor des Marshall Centers, das Jubiläum. Und er erinnerte daran, dass der Fortbestand der Institution vor fünf Jahren in der Schwebe war. Doch die Arbeit und der Geist des Marshall Centers sei wichtiger denn je und die Aufgaben wachsen stetig - genau wie das weltweite Netzwerk all jener, die mit der Institution verbunden sind. Nach einem Vierteljahrhundert des Bestehens werde das Center heute mehr denn je gebraucht. 

Im Marshall Center wurde und wird das gemeinsame Ziel des U.S. Verteidigungsministeriums und des deutschen Bundesministerium der Verteidigung verfolgt, sicherheitspolitische Themen in den Fokus zu rücken. Mehr als 20.000 Teilnehmer haben seither Konferenzen und Foren über europäische und zentralasiatische Sicherheitsthemen besucht und ca. 15.000 militärische und zivile Führungskräfte haben – seit der Eröffnung des Centers 1993 – in Garmisch-Partenkirchen an Lehrgängen und Seminaren teilgenommen.

Blick in den Plenarsaal und auf die anwesenden Festgäste.

Ein bedeutender Aspekt der Arbeit in den 25 Jahren sei es gewesen, einen "Fußabdruck der Kooperation" zu hinterlassen, so Dr. Robert Kennedy, ehemaliger Direktor des Marshall Centers. Jede Nation habe ihre eigenen Interessen, aber nur durch gegenseitiges Zuhören und Verständnis können gemeinsame Lösungen für offene Fragen und Probleme gefunden werden - "das ist der Geist des Marshall Centers". 

Als "festen und unverrückbaren Baustein" der Arbeit im Marshall Center bezeichnete Johann Berger, stellvertretender Direktor des Marshall Centers, die Deutsch-Amerikanische Freundschaft, die sich - ganz gleich wie es um das tagespolitische Geschehen stehe - "nicht geändert hat". Für ihr ist es ganz klar die Stärke des Centers, dass eine offene und ehrliche Kommunikation aller möglich ist. Dieser Ansicht schloss sich auch Staatsminister Herrmann an und betonte: "Die Ideen von Freiheit und Demokratie sind mächtig und attraktiv." "Wir in Bayern sind stolz auf dieses deutsch-amerikanische Gemeinschaftsprojekt."

Mit den Schlagworten "Freiheit, Wohlstand und Frieden" in Europa und der Welt ging Christopher Cavoli in seiner Rede auf die Vision George Marshalls ein und ergänzte damit die Botschaft des Festaktes, wie sie auch in einem kurzen, filmischen Rückblick auf die 25 Jahre Geschichte des Marshall Centers auf den Punkt gebracht wurde: "Frieden entsteht durch gegenseitiges Verständnis".  

von Ilka Trautmann und Melanie Wießmeyer

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