Die Geschwister Pongratz aus Garmisch-Partenkirchen treten in der BR-Volksmusiksendung Wirtshausmusikanten am Sonntagabend auf

Helle, klare Stimmen und Spaß am Singen

Volksmusikgruppe
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Die Geschwister Johanna und Xaver Pongratz mit Moderatorin Traudi Siferlinger (links) und Musiklehrerin Rita Reiter.

Ein aufregender und spannender Palmsonntag war es für Johanna (13) und ihren zwei Jahre jüngerer Bruder Xaver Pongratz. Der Bayerische Rundfunk hatte die Geschwister aus Garmisch-Partenkirchen zu einer Fernsehaufzeichnung der „Wirtshausmusikanten beim Hirzinger“ nach Söllhuben (Landkreis Rosenheim) eingeladen. Am Sonntag, 25. April, 20.15 Uhr, wird die Volksmusiksendung im BR ausgestrahlt. 

Vor der Kamera standen die Kinder mit den Liedern „I bin d’Johanna, da Xaver bin i“ und „Wennst a Oachkatzerl wuist fanga“. „Xaver singt die 1. Stimme, ich die 2. und ich begleite uns dazu auf der Harfe“, erzählt Johanna. Mama Rita Pongratz und Musiklehrerin Rita Reiter hatten sie zur Aufzeichnung begleitet und sind mindestens so stolz wie die beiden und natürlich alle, die zuhause die Daumen gedrückt hatten. „Die Idee, dass Johanna und Xaver zusammen singen, kam von Frau Reiter, Johannas Harfenlehrerin an der Garmisch-Partenkirchner Musikschule“, erzählt Rita Pongratz. „Sie sucht die passenden Lieder aus, schreibt die Begleitstimme, organisiert Auftritte und engagiert sich unglaublich“. Die Moderatorin Traudi Siferlinger kannten die Kinder bereits von den Radiosendungen, an denen sie teilnehmen durften, und vom Volksmusikwettbewerb „Traunsteiner Lindl“ Ende 2019. Nicht nur Siferlinger ist von den klaren, hellen Stimmen, dem intonationsreinen Gesang und dem großen Spaß beider beim Musizieren begeistert, auch das Publikum war‘s. Kein Wunder, dass sie zu den Siegern gehörten und die Wanderstatue mitnehmen durften. „Ich fand es klasse, viele bekannte Musiker zu treffen und auch, dass die so nett mit uns geredet haben“, erzählt Xaver von diesen Auftritten.

Corona bedingt war natürlich bei ihrer ersten Fernsehaufzeichnung alles anders: kein Publikum, Coronatest, ständig Mundschutz tragen, nur beim Singen abnehmen, regelmäßiges Lüften, Abstand halten. Trotz allen Einschränkungen: Johanna und Xaver durften miterleben, wie eine Fernsehsendung entsteht. Jetzt fiebern sie dem Sendeabend entgegen. Dass sie so weit gekommen sind, dafür waren unermüdliches Üben und der motivierende Unterricht in der hiesigen Musikschule Voraussetzung. Beide hatten bereits im zarten Alter von vier Jahren mit der Blockflöte begonnen. Gesungen wurde in ihrer musikalischen Familie sowieso. Im Familienchor der Pfarrei Partenkirchen und später im Kinderchor der Musikkapelle Partenkirchen, wo die Eltern als Instrumentalisten dabei sind, ging’s weiter.

Als Johanna sechs war, entschied sie sich für die Harfe, und seit vergangenem Jahr lernt sie außerdem Klarinette. Xaver begeisterte sich für das Schlagzeug und bläst Bariton. „Erfolgreich nahmen beide im Vorjahr beim Talentwettbewerb „Jugend musiziert“ teil, und auch 2021 sind sie delegiert“, erklärt Musikschuldirektor Jürgen Klier. Dass sie jetzt auch noch bei der beliebten „Wirtshausmusikanten“-Fernsehsendung“ gefragt sind, freut ihn und seine Musiklehrerkolleginnen und -kollegen natürlich sehr. Schließlich repräsentieren sie damit auch die Garmisch-Partenkirchner Musikschule. Meggy Schäfer

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