Starkes Sicherheitsaufgebot in der gesamten Region begleitete das G7-Treffen auf Schloss Elmau

Geschafft! Die Gipfeltage sind überstanden

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GAP – Rund um Garmisch-Partenkirchen und im Isartal atmet man auf: Der G7-Gipfel ist vorbei, alles lief friedlich ab, die Normalität kann wieder Einzug halten. Idyllische Bilder gingen vor allem aus Krün um die Welt: Hier hatten sich Kanzlerin Angela Merkel und Barack Obama Sonntagvormittag zu Brotzeit und Weißbier bei schönstem Wetter getroffen. Der amerikanische Präsident zeigte sich relaxt, suchte den Kontakt zu den Tausenden Schaulustigen und genoss das Bad in der Menge – eine unbezahlbare Werbung für die ganze Region.

19.000 Polizeikräfte hatten in den vergangenen Tagen am Boden und in der Luft den G7-Gipfel auf Schloss Elmau abge- sichert. Damit war das Treffen der sieben mächtigsten Staats- und Regierungschefs und der afrikanischen Delegationen, die am Montag dazu kamen, auch der größte Polizeieinsatz, den es je in Bayern gegeben hat. 15 Monate lang wurde dieses Ereignis von den Führungs- und Einsatzkräften intensiv geplant und vorbereitet. Etwa ein Jahr lang hatten auch die G7-Gegner ihren Alternativ-Gipfel, der in München am vergangenen Donnerstag 37.000 Menschen auf die Straßen holte, und die verschiedenen Demonstrationen und Aktionen in Garmisch-Partenkirchen vorbereitet. Am Samstag hatten sich ca. 3600 (Zahl der Polizei) bis zu 7000 (Zahl des Aktionsbündnisses) Gegner im Kreisort zu einem Protestzug versammelt, der sich bunt und friedlich in Marsch gesetzt hatte. Wegen der großen Hitze hatten Polizeikräfte Wasserbecher verteilt. Bei einer Zwischenkundgebung auf Höhe der Mittenwalder Straße waren Demonstranten und Polizeikräfte dann kurz aneinander geraten;  Schlagstock und Pfefferspray wurden eingesetzt und es gab einige Leichtverletzte. Ein heftiges Gewitter setzte den Protesten gegen 19.30 Uhr ein Ende. Das Protestcamp, das nach der Entscheidung des Verwaltungsgerichtes doch errichtet werden konnte, wurde teil- weise vorübergehend evakuiert. Nachdem die Unwetterwarnung aufgehoben wurde, konnte das Camp wieder aufgebaut werden. Anwohner brachten Stroh und Decken, um zu helfen, andere boten sogar trockene Übernachtungsplätze an.

Cornelia Teller, eine Sprecherin des Aktionsbündnisses, freut sich über die generelle Anteilnahme der Garmisch-Partenkirchner:  „Viele sind zu uns gekommen, haben das Gespräch gesucht und uns Essen gebracht. Wir haben klar machen können: Unser Protest hat sich zu keinem Zeitpunkt gegen die Bevölkerung hier gerichtet, sondern gegen das G7-Treffen“, so die 25-Jährige Sozialpädagogin.

Mit einigen Blockadeaktionen, die die Polizei frühzeitig unterband und einem lautstarken Sternmarsch, der mittags rund um den Bahnhofsplatz mit Kundgebung stattfand, hatten die G7-Gegner dann den Sonntag, als die Gipfelgäste allmählich auf Schloss Elmau eintrafen, begleitet. Die Sprecher des Aktionsbündnisses waren zufrieden: „Unsere Demos tragen dazu bei, dass sich viele – und das haben wir zahlreich gehört – Gedanken um die Weltpolitik und das G7-Treffen machen,“ fasste Benjamin Ruß zusammen. Lesen Sie weitere Berichte rund um den G7-Gipfel im Innenteil.

Von Ilka Trautmann

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