Der Glanz von Festspielatmosphäre – örderkreis Richard-Strauss-Festspiele will heimische Bevölkerung stärker ansprechen

V.li.: Die Beiräte Dr. Günter Steinebach, Klaus Gefrörer, Schatzmeisterin Christine Sontheim, Jugendreferentin Lilian Edenhofer und die Vorsitzende Regina Geißer. Foto: Goebel

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ELISABETH GOEBEL, GAP – Die Straussianer wollen hoch hinaus. Der Förderkreis Richard-Strauss-Festspiele will das Festival zu Ehren des gro-ßen Komponisten nicht nur fest in der Region verankern, es soll sich auch die glänzende Atmosphäre großer Festspiele wie in Bayreuth etablieren. Um das zu erreichen, gelang es dem Förderkreis zwei große Partner zu gewinnen. Der gefragte Dirigent Christian Thielemann und Katharina Wagner, Urenkelin von Richard Wagner und Bayreuth-Geschäfstleiterin, gehören jetzt zum Ehrenbeirat. „Strauss’ enge Verbundenheit zu Garmisch-Partenkirchen legt es nahe, diese enge Bindung auch weiterhin bestehen zu lassen – ebenso, wie mein Urgroßvater bis heute mit Bayreuth verbunden ist. Es ist mir daher ein besonderes Anliegen, den Förderkreis zu unterstützen“, kommentiert Wag- ner ihren Beitritt. Das ist auch Regina Geißer, der Vorsitzenden des Förderkreises, ein großes Anliegen. „Wir haben hier die einmalige Möglichkeit, Musik in ihrer authentischsten Art zu erleben, nämlich am Ort ihrer Entstehung. Sowas gibt’s nicht überall“, so Geißer. Für sie ist das eine Art Ausgleich zu der Tatsache, dass keine geeigneten Räumlichkeiten für Konzerte und Opern zur Verfügung stehen. Deshalb war es ihr auch sehr wichtig, die Festspiele mit einem Staatsempfang zu verbinden. Auch zu den heurigen Festspielen vom 16. bis 22. Juni wird es wieder einen geben. Das sei ein überregionales Signal, zumal es nicht viele Staatsempfänge dieser Art gibt, betont Geißer. Doch nicht nur große Namen sollen den Förderkreis voranbringen, es wurden auch andere Aktionen auf den Weg gebracht. Dabei sollen vor allem die Jugend und die heimische Bevölkerung im Fokus stehen. Z.B. möchte Jugendreferentin Lilian Edenhofer junge Leute erreichen durch die Möglichkeit, als Jugendreporter während der Festspiele unterwegs zu sein und ab 2013 werden „Strauss-Päckchen“ in den Schulen verteilt, die mit Kleinigkeiten schon früh an Strauss heranführen. Eine andere Möglichkeit sieht der Förderkreis in einem Wettbewerb unter Musikschulen in zehn Orten, die einst Wirkungsstätten von Strauss waren. 2013 soll er zum ersten Mal ausgetragen werden, als Sieg winkt die Teilnahme an den Festspielen. Auch für den Förderkreis selbst ist vieles geplant, um die Mitgliedschaft attraktiver zu gestalten. So blickt die Vorsitzende des Vereins (207 Mitglieder) selbstbewusst in die Zukunft, wenn sie die Zahl von 1000 Mitgliedern anpeilt.

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