Großeinsatz für Feuerwehr, Polizei und Bergwacht am Jochberg dauert an

Wanderer verursachen Großbrand

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Die letzten Glutnester (rechts im Bild) am Jochberg/Graseck waren heute Morgen von der Webcam am Herzogstand aus noch zu sehen.

Kochel / Walchensee – Am Jochberg und Graseckgebiet war zum Jahreswechsel gegen Mitternacht ein Brand gemeldet worden, der sich aufgrund der seit Wochen herrschenden Trockenheit schnell ausbreiten konnte. Nach bisherigen Erkenntnissen befanden sich zwei Männer aus München in der Silvesternacht in diesem Gebiet. Das war dann außer Kontrolle geraten. Auf einer Fläche von bis zu 100 Hektar brannte der Wald.

Gegen 00:15 Uhr stürzte einer der Bergsteiger und brach sich ein Bein. Um die Rettungskräfte auf sich aufmerksam zu machen (die Bergwacht Kochel konnte den Verunglückten noch in der Nacht bergen), entzündeten die Männer nach eigener Aussage ein Signalfeuer. Seit der Silvesternacht bekämpft die Feuerwehr mit einem Großaufgebot den daraus entstandenen Waldbrand. Ca. 100 Hektar Wald- und Wiesenfläche sind betroffen. Erst am Montagmorgen, 2. Januar, konnte eine erste Entwarnung gegeben werden. Das Feuer sei eingedämmt, es gebe aber zahlreiche Glutnester, so ein Sprecher der Polizei. Den ganzen Montag über wurde mit Hubschraubern weiterhin Wasser über dem Brandgebiet abgelassen, bevor im nächsten Schritt Kräfte der Feuerwehr und der Bergwacht zu Fuß in das Areal vordringen.

Zur Brandursache hat die Kripo Weilheim die Ermittlungen übernommen. Bislang muss davon ausgegangen werden, dass die beiden Münchner ein Lagerfeuer angezündet haben. Nun wird geprüft, ob es sich dabei tatsächlich um ein Signalfeuer für die Rettungskräfte handelte. Auch am 2. Januar befanden sich noch ca. 100 Rettungskräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst, Wasserwacht, Bergwacht, der örtlichen Einsatzleitung sowie der Polizei im Einsatz. Durch sieben Hubschrauber wurde weiterhin Löschwasser aus dem Walchensee und Kochelsee entnommen und an die Brandherde geflogen. Für die Löscharbeiten wurde die B11, Kesselbergstraße, vollständig gesperrt. Wanderern und Bergsportlern wird geraten, von Unternehmungen im Umkreis des Jochberggebietes abzusehen.

Von Ilka Trautmann

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