Großes AOK-Präventionsprojekt als Wanderausstellung »einfach menschlich« am Berufsschulzentrum Garmisch-Partenkirchen

Suchtprävention ohne erhobenen Zeigefinger

Ausstellung
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(v.l.): Sabine Lohmüller (Schulleiterin); Robert Allmann (AOK Bayern); Freia von Hennings (S.u.G.); Tessy Lödermann (stv. LRin); Claudia Zolk (2.BMin GAP); Klaus Haschberger (S.u.G.).

GAP – Weder Corona noch der Wiedereinzug in das neurenovierte Schulgebäude konnten die Schulleiterin Sabine Lohmüller davon abhalten, ihren Schülern das Präventionsprojekt „einfach menschlich“ zu ermöglichen, denn viel zu wichtig ist ihr das Thema. Patricia Oswald, Condrobs e.V., die für die Jugendsozialarbeit am Beruflichen Schulzentrum verantwortlich ist, leitete die Bewerbung um diese „Wanderaussstellung“ erfolgreich in die Wege. Nur ein kleiner Kreis konnte zur Eröffnung geladen werden. Die stellvertretende Landrätin Tessy Lödermann und die 2. Bürgermeisterin der Marktgemeinde, Claudia Zolk, wiesen in ihren Grußworten auf die große Bedeutung von Suchtprävention, gerade bei jungen Menschen hin. Dass dieses Projekt erstmals für den Landkreis und die GesundheitsregionPLUS an das Berufsschulzentrum in den Kreisort geholt werden konnte, freut alle Beteiligten sehr.

„Als AOK und Krankenkasse vor Ort können wir so unseren gesetzlichen Auftrag, nachhaltige Präventionsangebote in der Lebenswelt Schule umzusetzen, auf beste Art und Weise nachkommen“, erklärte Robert Allmann von der AOK Direktion Garmisch-Partenkirchen. Bestenfalls eröffnet sich den Schülern erstmals ein tiefer Blick in die verschiedenen Ausdrucksformen und Zusammenhänge süchtigen Verhaltens. Dabei wird grundsätzlich von einem weit gefassten Suchtbegriff ausgegangen, der süchtiges Verhalten nicht nur im Kontext von harten Drogen oder Alltagsdrogen wie Alkohol problematisiert, sondern auch Spiel-, Computer-, Ess- oder Kaufsucht in den Blickwinkel gerückt. Die interessierten Schüler können während des Ausstellungsbesuchs erfahren, wie verschiedene Wege in süchtiges Verhalten aussehen können. Eine begehbare Suchtspirale mit immer enger werdenden Wegen lässt erleben, wie beklemmend Sucht und wie schwer der Ausweg zu finden ist. Ehemalige Süchtige erzählen von ihrem Weg in den Teufelskreis, aber auch davon, wie man herausfindet. Zu den vielen Ausstellungsstationen gehören vielfältige Sachinformationen zum Thema Sucht, vor allem aber auch die Möglichkeit, während des Ausstellungsbesuchs aktiv eigenes Verhalten zu hinterfragen. Der vielfach dokumentierte Erfolg dieses Präventionsprojektes gründet sich nicht nur auf das besondere Präsentationskonzept, sondern auch darauf, dass die Besucher in der Ausstellung nicht allein gelassen werden. Die Möglichkeiten zu individuellen und zu Gruppengesprächen sind Bestandteil des Konzeptes, das der Regensburger Verein Suchtprävention & Genesung e.V. entwickelt hat.

Die AOK Bayern engagiert sich für Gesundheitsförderung und Prävention an den Berufsschulen und hat die Kosten für die Durchführung des 14-tägigen Projektes auch an der Berufsschule in Garmisch-Partenkirchen übernommen. Ein kurzer, prägnanter Videofilm wurde von GAPA-TV erstellt, der über die Homepages aller Beteiligten angeschaut werden kann. kb

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