Programm "Erlebnis Bauernhof" fördert Wertschätzung für Lebensmittel

Grundschüler aus dem Ammertal erleben den Bauernhof hautnah

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Nur keine Berührungsängste. Hier lernen die Ammergauer Grundschüler den richtigen Umgang mit den Tieren und erfahren, wie Lebensmittel entstehen.

Wie fühlt sich das Fell eines Kälbchens an? Wieviel frisst die Kuh, und wie riecht das Heu, das sie frisst? Fragen wie diese stellen sich die Oberammergauer Grundschüler anlässlich der Projektwochen „Sommer.Erlebnis.Bauernhof“, die noch bis heute laufen. Rund 150 Schülerinnen und Schüler besuchten den landwirtschaftlichen Betrieb der Familie Köpf. Dabei lernten sie spielerisch die Abläufe in der Landwirtschaft kennen.

Organisiert wurde der Termin von Cornelia Nitschke, Ansprechpartnerin Erlebnis Bauernhof, vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Weilheim i. OB Das Programm „Erlebnis Bauernhof“ ist ein vom Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten gefördertes Lernprogramm. Der Besuch ist für die Jahrgangsstufen 2-4 der Grundschulen, alle Förderschul-und Deutschklassen einmalig kostenfrei. Die Kinder lernen dabei wie Lebensmittel entstehen und wo sie herkommen, dies fördert die Wertschätzung für Lebensmittel und das Verständnis für Umwelt und Natur. 

Die dritte Klasse der Grundschule mit Klassenleiterin Johanna Trappel bildeten den Auftakt dieser Projektwochen. Zunächst stand das Füttern der Kühe auf dem Plan, die Buben und Mädchen waren fleißig dabei. Aufmerksam lauschten sie dann Ludwig Köpf, der die verschiedenen Futterarten und deren Wirkung auf die Verdauung, anschaulich erklärte. Somit wissen die kleinen Fütterungsexperten nun auch, dass eine optimal ernährte Kuh 50-60 Kauschläge beim Widerkauen braucht. Dieses Wissen wurde sofort in die Praxis umgesetzt, Kuh Mira brachte es sogar auf 65 Kauschläge. Felix honorierte dies mit der Bemerkung an den Landwirt „die Fütterung deiner Kühe passt super“! Anschließend ging es in den Melkstand. Dort durften die Kinder an einer Kuh sich beim Handmelken versuchen. Nach etlichen nicht immer geglückten Versuchen waren sich die Schüler einig- gut dass es Melkmaschinen gibt! Abschließend gab es noch eine leckere Brotzeit mit verschiedenen Milchprodukten unterstützt von der Schaukäserei Ettal. Damit Ludwig Köpf und sein Betrieb überhaupt am Programm „Erlebnis Bauernhof“ aufgenommen werden konnten, musste er eine Fortbildung besuchen “Wir wollen die Kinder näher an die Landwirtschaft heranführen“, deshalb hat er sich entschieden, ins Programm mit einzusteigen, erklärte er.

Die Lernprogramme sind von qualifizierten Bäuerinnen und Bauern für drei bis vier Schulstunden konzipiert und können auf der Internetseite www.erlebnis-bauernhof.bayern.de ausgesucht werden. Die Teilnahme am Programm ist ganzjährig möglich. kb

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