Das „kleine Schulhaus" in Partenkirchen soll aufgegeben werden

Grundschulklassen zusammenführen

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Die „kleine Schule" an der Prof.-Carl-Reiser-Straße soll aufgegeben werden. Bis zur Fertigstellung der Sanierungsarbeiten und der Teilneubauten an der Bürgermeister-Schütte-Schule (voraussichtlich frühestens 2024), bleibt jedoch alles beim Alten. Dann ist angedacht, das „kleine Schulhaus“ Vereinen zur Verfügung zu stellen.

GAP - Da kommt bei ehemaligen Schülern Wehmut auf: Der Standort der „kleinen Schule" an der Prof.-Carl-Reiser-Straße in Garmisch-Partenkirchen soll aufgegeben werden. Aber erst, wenn das Hauptgebäude der Bürgermeister-Schütte-Schule saniert und erweitert wurde. Das kann frühestens 2024 der Fall sein.

Der Markt Garmisch-Partenkirchen hat für die Sanierung und den Teilneubau der Bürgermeister-Schütte-Schule an der Hindenburgstraße einen Realisierungswettbewerb ausgeschrieben. In Zusammenarbeit mit dem Schulamt, der Schulleitung und der Leitung des angegliederten Horts, wurde ein neues Raumprogramm erstellt. Das sieht u.a. vor, dass die Klassen, die bislang in der Zweigstelle Prof.-Carl-Reiser-Straße 2 untergebracht sind, künftig ins Hauptgebäude an der Hindenburgstraße 10 integriert werden. Die Entscheidung, die Zweigstelle künftig nicht mehr als Schulstandort zu entwickeln und alle Grundschulklassen im Hauptgebäude zusammenzuführen, wurde auch vom Staatlichen Schulamt empfohlen und vom Bau- und Umweltausschuss bereits Mitte Dezember 2019 einstimmig beschlossen. „Natürlich hat das kleine Schulhaus positive Seiten. Die Schüler der ausgelagerten Klassen sind gegenüber ihren Mitschülern jedoch auch benachteiligt“, meint Bürgermeisterin Dr. Sigrid Meierhofer. Die Kinder müssen für den Fach­unterricht oder den Hort oft sogar mehrmals täglich zwischen kleinem und großem Schulhaus hin- und hergehen. „Die Zeit für den Schulhauswechsel muss bei der Organisation des Stundenplans berücksichtigt werden und letztlich geht dies auf Kosten der regulären Unterrichtszeit“, bestätigt Gisela Ehrl, Leiterin des Schulamts, und betont: „Die Vorteile eines gemeinsamen, gut ausgestatteten Schulhauses in der Hindenburgstraße überwiegen eindeutig. Auch wenn das Gebäude an der Prof.-­Carl-Reiser-Straße saniert würde, erfüllen die Räumlichkeiten die Anforderungen einer zeitgemäßen Grundschule nicht mehr.“ So manch ehemaliger Schüler vernimmt es mit Wehmut, doch die vier Klassenzimmer sind zu klein, zu schmal und ungünstig geschnitten. Im Gebäude fehlen Fachräume, etwa für den Medien- und Musikunterricht oder den Differenzierungsunterricht (Deutsch als Zweitsprache, Förderkurse). Der Realisierungswettbewerb ist frühestens Ende des Jahres entschieden. Dann kann die Planung im Rahmen eines EU-Verfahrens beauftragt werden. Sollte sich der künftige Gemeinderat grundsätzlich zur Umsetzung entschließen, könnte 2022 mit dem Bau an der Bgm-Schütte-Schule begonnen werden. Bis zur Fertigstellung der Sanierungsarbeiten und Teilneubauten dort, frühestens 2024, bleibt zunächst alles beim Alten.   tra

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