Achtung vor Betretungs- und Pflückverboten

Hegezeit beachten

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Schlüsselblumen (Foto), Enziane und Krokusse gehören zu den über 50 geschützten heimischen Pflanzenarten, die nicht gepflückt werden dürfen.

Wenn im Frühling die Natur erwacht, die Blumen anfangen zu blühen und die Vögel wieder zwitschern, zieht es viele Menschen hinaus in Berge, Wiesen und Wälder. Ob Spaziergänge, ausgedehnte Wanderungen oder Fahrradausflüge – das Betreten von Flächen in der freien Natur zur Erholung und zum Genuss der Naturschönheiten ist jedermann ohne behördliche Genehmigung und ohne Zustimmung des Grundeigentümers oder sonstigen Berechtigten grundsätzlich erlaubt.

Dieses Recht auf freien Zugang zur Natur gilt allerdings nicht uneingeschränkt. Damit der wohlverdiente Ausflug nicht zum Ärgernis für andere wird, gilt es Folgendes zu beachten:

• Landwirtschaftlich genutzte Flächen dürfen in der Nutzzeit grundsätzlich nicht betreten werden. Bei Grünland ist dies die Zeit des Aufwuchses, in unserer Gegend also zwischen Anfang April bis Ende September. Übrigens: Verstöße gegen diese Regelung können schon dann vorliegen, wenn ein Wanderer querfeldein seinen Weg verkürzt oder ein Hundehalter das berühmte „Stöckchen“ auf eine Wiese wirft, damit sein Tier es apportiert.                

• In Naturschutzgebieten ist das Betretungsrecht meist eingeschränkt: Dort dürfen die Wege in der Regel nicht verlassen werden. • Auch beim erlaubten Betreten von Flächen in der freien Natur hat jeder mit Natur und Landschaft pfleglich umzugehen, auf die Belange der Grundstücksberechtigten Rücksicht zu nehmen und darauf zu achten, dass er Naturgenuss und Erholung anderer nicht verhindert oder mehr als nach den Umständen unvermeidbar beeinträchtigt. 

• Rücksichtnahme in der Natur schließt aber nicht aus, dass man an einem blühenden Wegrand einen kleinen Blumenstrauß aus bekannten und häufig vorkommenden Arten pflückt.

Grundsätzlich darf nämlich jeder Pflanzen, Blüten, Zweige, Blätter oder Blumensamen aus der Natur entnehmen. Allerdings nur in der Größe eines Handstraußes und die Wurzeln müssen im Boden bleiben. Geschützte Arten allerdings dürfen gar nicht gepflückt werden. kb

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