In der Heimat zurück – Appell für die Gebirgsjäger in Mittenwald

Beispielgebend: Der Murnauer Hauptfeldwebel Stephan Heyer (re.) rettete gemeinsam mit dem Ohlstädter Fahrlehrer Hans Schröfele einer jungen Frau aus Penzberg das Leben. Sie hatte Mitte Januar einen Unfall auf der B 2 bei Ohlstadt. Für seinen selbstlosen Einsatz erhielt Heyer das Ehrenkreuz der Bundeswehr in Gold. Kommandeur Martin Seebörger überreichte die Auszeichnung; Bürgermeister Adi Hornsteiner gratulierte. Fotos (2): Wehmeier

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KORNELIA WEHMEIER, Mittenwald – Rund 500 Soldaten des Gebirgsjägerbataillons 233 waren am 19. Mai auf dem Mittenwalder Dekan-Karl-Platz angetreten, um die glückliche Heimkehr von 213 Kameraden aus Afghanistan offiziell und feierlich zu begehen. Zwischen vier und sieben Monaten waren diese Gebirgsjäger als Schutzkompanie in Fetzabad und in der Provinz Badakshan im Nordosten Afghanistans eingesetzt, um mit Kräften der internationalen Schutztruppe die Unruheprovinz Baghlan zu sichern. Bürgermeister Adolf Hornsteiner beglückwünschte die Soldaten zu ihrer glücklichen und gesunden Rückkehr. „Der liebe Gott hat schützend seine Hand über Euch gehalten, dafür danken wir ihm und dem Schicksal.“ Kommandeur OBL Martin Seebörger unterstrich in seiner Ansprache die hohen Anforderungen an das Bataillon. Viele Einsatzkräfte waren persönlichen Gefahren ausgesetzt und standen im Gefecht. „Doch sind unsere Soldaten aus den Einsätzen vollzählig zurückgekehrt, und das ist auch das Ergebnis guter Ausbildung und umsichtiger Führung, und ein Teil Soldatenglück.“ Mit bewegenden Worten gedachte Seebörger jenen Kameraden, denen eine unversehrte Rückkehr in die Heimat nicht vergönnt war. Mit dem alten Soldatenlied „Ich hat einen Kameraden“ und einer Schweigeminute wurde jedem die Gefährlichkeit der Afghanistaneinsätze vor Augen geführt. 21 Gebirgsjäger des Bataillons 233, die aktiv an Gefechtshandlungen beteiligt waren oder sich terroristischer Gewalt entgegenstemmen mussten, wurden am Ende des Appells von Kommandeur Seebörger, Bürgermeister Hornsteiner und dem FDP-Bundestagsabgeordneten Klaus Breil mit der Einsatzmedaille ausgezeichnet. Eine weitere Auszeichnung, nämlich das Ehrenkreuz der Bundeswehr in Gold, erhielt HptFw Stephan Heyer für seine selbstlose Tat, die einer jungen Frau das Leben rettete. Die 19jährige Penzbergerin hatte Mitte Januar einen Verkehrsunfall auf der B2 in der Nähe von Ohlstadt. Ihr Wagen war wegen starker Regenfälle in einen angestauten Wassergraben geschleudert – Stephan Heyer rettete die junge Frau durch die Heckklappe des verunglückten Wagens. Seine Schlussworte widmete der Kommandeur den angetretenen Soldaten: Ihr Einsatz sei nicht nur schwierig und gefährlich, sondern unabdingbar wichtig für die Erschaffung einer freien, selbstbestimmten afghanischen Nation. Und so sollten alle stolz auf die erbrachten Leistungen sein.

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