Aus Dankbarkeit gegenüber den Spendern

Heute ist Weltblutspendertag

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Blutspenden-Empfängerin Miriam

Zum Weltblutspendertag am 14. Juni stehen Lebensretter im Fokus, ihnen gilt der Dank derjenigen, die nur durch Blutspenden überlebten. Menschen wie Havva Nur Dalkilinc und Katharina Schaak.

Im Fokus des 16. Weltblutspendertages stehen weltweit alle Menschen, die mit ihrer Blutspende Leben retten. Die DRK-/BRK-Blutspendedienste laden zum Aktionstag 65 Lebensretter aus dem gesamten Bundesgebiet nach Berlin ein, die dort stellvertretend für alle DRK-/BRK-Blutspenderinnen und Blutspender in Deutschland von DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt und DRK-Botschafterin Carmen Nebel für ihr Engagement ausgezeichnet werden.

Rund 15.000 Blutspenden sind täglich in Deutschland für die lebenswichtige Blutversorgung der Patienten nötig. Auch die beste medizinische Versorgung kann nur helfen, wenn genügend Blutpräparate zur Verfügung stehen. Zu denen, die ihr Leben Menschen verdanken, die Blut spenden, gehören auch Havva Nur Dalkilinc (33) und ihr kleiner Sohn Eray (3). Ehemann Mehmet bedankt sich für diese Unterstützung bei DRK-Blutspendern, indem er selbst Blutspender beim DRK wurde und die Geschichte seiner kleinen Familie erzählt. Eindringlicher kann kaum darauf aufmerksam gemacht werden, wie Blutspender zu Lebensrettern werden. Ende 2015 erkrankte Dalkilincs Ehefrau Havva Nur, damals gerade 30 Jahre alt und im 5. Monat schwanger, an Blutkrebs. „Als meine Frau damals die erste Bluttransfusion erhielt, war ich dem Spender unendlich dankbar und schämte mich dafür, selbst noch nie eine Blutspende geleistet zu haben“, berichtet Mehmet Dalkilinc.

Auch Katharina Schaak (27) verdankt Blutspendern ihr Leben und das ihres kleinen Babys. Eine Geburt ist der Beginn neuen Lebens - für Katharina hätte sie fast den Tod bedeutet. Sechs Bluttransfusionen retteten ihr Leben. Sie erlitt eine sogenannte Uterusatonie, eine Kontraktionsschwäche der Gebärmuttermuskulatur, die nach der Geburt des Kindes auftreten kann. Die Gebärmutter zieht sich nicht zusammen, wodurch ein lebensgefährlicher Blutverlust entstehen kann. Obwohl Geburten in Deutschland für Kinder und Mütter so sicher wie nie sind, ist die Atonie häufigste Ursache für den Tod der Mutter nach der Geburt. Auch für Katharina war die Situation lebensbedrohlich, noch dazu, weil sie die Blutgruppe Null negativ hat. Da Blutkonserven der Blutgruppe Null negativ auch in größeren Kliniken nicht unbegrenzt vorrätig sind, mussten die Ärzte über eine Notfallanforderung weitere Blutkonserven besorgen. "Mein Dank gilt den Ärzten, die um mich gekämpft haben, genauso wie den Blutspendern, die durch ihre Spende mein Leben gerettet haben" ist Katharina überzeugt. "Ohne Euch würde ich nicht leben".Katharina ist heute die glückliche Mutter einer gesunden Tochter. Das verdankt sie verantwortungsvoll handelnden Ärzten und den Menschen, die irgendwann ihr Blut für sie gespendet haben, ohne zu wissen, dass sie Katharina damit das Leben retten werden.

Blutspender sind „Lebensretter“, etwa 112 Millionen Blutspenden werden weltweit pro Jahr benötigt. Mit einer Blutspende kann bis zu drei Schwerkranken oder Verletzten geholfen werden. In der Bundesrepublik Deutschland werden über das Jahr gesehen durch die Blutspendedienste des Deutschen Roten Kreuzes ca. 3 Millionen Vollblutspenden für die Versorgung der Kliniken in Deutschland bereitgestellt. Das Deutsche Rote Kreuz sichert auf diese Weise ca. 70 Prozent der notwendigen Blutversorgung in der Bundesrepublik Deutschland, nach strengen ethischen Normen – freiwillig, gemeinnützig und unentgeltlich. Sechs regional tätige Blutspendedienste des Deutschen Roten Kreuzes zeichnen verantwortlich für die flächendeckende, umfassende Versorgung der Patienten in der Bundesrepublik Deutschland rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr. 

Weitere Termine und Informationen zur Blutspende unter www.blutspende.de (bitte das entsprechende Bundesland anklicken) oder über das Servicetelefon 0800 11 949 11 (kostenlos erreichbar aus dem Dt. Festnetz). kb

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