Neuer Geigenbaum im Gries wurde eingeweiht

Der Himmel hängt voller Geigen

Geigenwahrzeichen
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Einweihung der neuen Geige im Ortsteil Gries (v.l.): Bernhard Adam, Dieter Puzicha, Stefan Adam, Thomas und Maria Englerth, Verena Hornsteiner (Tiefbauamt), Bürgermeister Enrico Corongiu und Christoph Hagn.

Mittenwald – Der Ortsteil Gries hat sein Geigen-Wahrzeichen wieder. Die erste von den Brüdern Bernhard und Stefan Adam im Auftrag vieler Anwohner und Geschäftsleute gefertigte und der Marktgemeinde gestiftete Geige wurde im Juni 2009 anlässlich der Ortsteilsanierung Gries eingeweiht. 2014 musste die Fichtenholz-Skulptur renoviert und im November 2019  abmontiert werden, weil ein Föhnsturm den Geigenhals abgebrochen hatte.

Seit  10. Juni, schmückt nun ein neuer von den Gebrüdern Adam handgefertigter „Geigenbaum“ den historischen Ortsteil. „In Mittenwald hängt ja bekanntlich der Himmel voller Geigen“, sagte Bürgermeister Enrico Corongiu bei einer kleinen Eröffnungsfeier, „jetzt ist eine Geige auch wieder im Ortskern zu sehen. Die jetzt auf zwei Findlingen stehende Geige ist zusammen mit der Beleuchtung ein echter Traum“. Der neue „Hingucker“ wurde wieder von den Adam-Brü dern gefertigt. „Schon vor anderthalb Jahren haben wir die Gemeinde darauf aufmerksam gemacht“, erklärt der ältere Bruder Stefan, „dass wir die Verantwortung für unser Konst rukt nicht weiter tragen können“. Nachdem die Gemeinde als Kostenträger den Auftrag für eine neue Geige erteilt hatte, gingen die Brüder Adam in einem von der Bundeswehr in der Karwendelkaserne zur Verfügung gestellten Raum an die Arbeit. Heraus kam ein 4,5 Meter hohes und 1,5 Meter breites aus Fichtenholz und Schichtplatten bestehendes Unikat. „Wir haben beim Entwurf und dem logischen Konzept unsere Erfahrungen vom letzten Mal eingebracht“, erklärte Bernhard, „es wurde aber keine 1:1 Kopie sondern eine an die neuen Proportionen angepasste Ausführung“. Diese ist im Gegensatz zur alten Geige jetzt nach links geneigt. Im Auftrag der Gemeinde war erneut die Firma „ec-ingenieure“ von Dipl. Ingenieur Thomas Englerth und Ehefrau Maria für die Statik des 400 Kilogramm schweren Modells verantwortlich. „Wir haben die Findlinge besorgt, damit das Fundament erstellt und so für die nötige Standsicherheit gesorgt“, erklärt Ingenieur Englerth, „geholfen hat uns bei den zwei Wochen dauernden Arbeiten der gemeindliche Bauhof unter Leitung von Christoph Hagn mit Arbeitsgerät und bei den Pflasterarbeiten“. Finanziell unterstützt wurde das Projekt von 15 Ortsvereinen und Institutionen. „Durch den gemeinsamen Betrieb unserer Glühweinhütte >Wir für Mittenwald< im letzten Winter“, ist deren Sprecher Dieter Puzicha stolz, „konnten wir der Gemeinde aus unserem Erlös 4.000 Euro zur Verfügung stellen. Die restlichen 4.000 Euro werden wir für den weiteren Ausbau der Spielplätze zur Verfügung stellen“.  kun

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