Hochachtung verdient – Teilnehmerinnen des ELIA-Lehrganges erhalten ihre Zertifikate

Feierten den Abschluss des ersten ELIA-Lehrganges in Murnau; auf der Treppe von links: Christa Doll, Monika Bocklet, Waltraud Erhart, Monika Drechsler. Davor, ebenfalls von links: Susanne Ketter (Kursleiterin), Claudia Richter, Barbara Jung, Sabine Sauter (vhs-Murnau), Mechtild Merz (vhs-Peißenberg), Günter Schubert (vhs-Penzberg), Bürgermeister Dr. Michael Rapp. Foto: Bitala

Es war ein Pilotprojekt der Volkshochschulen Murnau, Peißenberg und Penzberg, quasi als Vorbild für andere Volkshochschulen in Bayern: ‚ELIA – Engagement für Lebensqualität im Alter‘ wandte sich in den vergangenen Monaten an Ehrenamtliche, die sich für alte Menschen in Seniorenheimen engagieren wollen. Jetzt konnten die Geschäftsführerin der vhs-Murnau, Sabine Sauter, und der Murnauer Bürgermeister Dr. Michael Rapp die Abschlusszertifikate an die Absolventinnen des ersten Lehrganges überreichen.

Eine ganze Reihe von Vereinen und Organisationen bieten Programme für die ältere Generation an – das reicht vom Besuchsdienst bis hin zu Seniorennachmittagen. Sabine Sauter: „Wir haben aber festgestellt, dass es für die Bewohner von Altenheimen nur wenig Entsprechendes gibt.“ Mit dem Projekt „ELIA – Engagement für Lebensqualität im Alter“ haben sich acht Frauen für ihre zukünftigen Aufgaben qualifiziert. Sabine Sauter: „Die Ehrenamtlichen werden in den Heimen die hauptamtlichen Mitarbeiter nicht ersetzen. Sie ergänzen ihre Arbeit mit Diensten, die im Ablauf der täglichen Routine manchmal zu kurz kommen – zum Beispiel die Organisation von Spieleabenden, von Gesprächskreisen, von Spaziergängen oder die Anregung zur körperlichen Betätigung durch Tanz und seniorengerechten Sport.“ Für die Umsetzung des Lehrganges war die Sozialpädagogin Susanne Ketter zuständig. „Die Kursteilnehmerinnen hatten an sieben Fortbildungstagen teilgenommen. Die Teilnehmer haben verschiedene Praktika in Seniorenheimen absolviert und auch eine eigene, praxisbezogene Aktion auf die Beine gestellt.“ „ELIA“ wäre ohne die Mithilfe von Kooperationspartnern nicht möglich geworden. So fanden die Hospitationen in den Einrichtungen des BRK-Pflegeheimes Murnau, des Caritas-Pflegeheimes Peißenberg, des Seniorenzentrums Kemmelpark und bei Pro-Seniore Oberau statt. Mitarbeiterinnen des Ilse-Kubaschwaski Zentrums für Humane Pflege in Starnberg konnten als Referentinnen gewonnen werden. Um die Kursgebühren niedrig zu halten, spendete die Marianne-Aschenbrenner-Stiftung Garmisch-Partenkirchen einen ansehnlichen Betrag. Finanzielle Unterstützung gewährte auch der Bayerische Volkshochschul-Verband. Bei der Übergabe der Zertifikate betonte Bürgermeister Dr. Michael Rapp, dass unsere Gesellschaft ohne das ehrenamtliche Engagement vieler Mitbürger um ein großes Stück ärmer wäre – und speziell auf die ältere Generation und auf den jetzt abgeschlossenen ELIA-Lehrgang bezogen: „Senioren, die ein Leben lang gearbeitet haben, brauchen unsere Hochachtung. Die Absolventinnen des Kurses helfen mit, den alten Menschen, die ihnen zustehende Wertschätzung zu geben. „Der nächste Lehrgang beginnt im Februar 2012. Informationen dazu gibt es bei den Volkshochschulen in Murnau, Penzberg und auch Peißenberg.

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