Bayerische Zugspitzbahn sucht nach Lösungen

Andrang im Corona-Winter: Parkgebühren sollen Abhilfe schaffen

Parkplatz am Kreuzeck in Garmisch-Partenkirchen Bayerische Zugspitzbahn
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Parkplatz am Kreuzeck: Durch Parkgebühren soll der Tagestourismus unter Kontrolle gebracht werden.

GAP/ Grainau ‒ Wie wird der Corona-Winter am Berg aussehen? Bahnbetreiber und Einheimische befürchten einen großen Andrang von Winterwanderern und Skitourengehern. Im Allgäu werden die Wanderparkplätze gesperrt, in Garmisch-Partenkirchen versucht man es mit einer konstruktiven Lösung.

Am vergangenen Wochenende waren zahlreiche Skitourengeher am Hausberg unterwegs. Die Fotos kursierten in den sozialen Medien. Die Empörung war groß. Aber auch das Verständnis dafür, dass die Menschen sich im Freien bewegen müssen. Es entstand eine Diskussion darüber, wie man mit dem zu erwartenden Andrang auf die Berge diesen Winter umgehen soll. Die Problematik: Parkplatzüberfüllung, Müll und die Verrichtung der Notdurft im Freien. Die Zugspitzbahn (BZB) möchte diesen negativen Folgen nun entgegenwirken.

15 Euro Parkgebühr am Tag

Der Bahnbetreiber hat heute bekannt gegeben, dass ab den Weihnachtsferien, 17. Dezember, täglich von 7.00 bis 17.00 Uhr Parkplatzgebühren an den Parkplätzen der Hausbergbahn und der Alpspitz-/Kreuzeckbahn erhoben werden. 15 Euro am Tag . Bislang war das Parken dort kostenlos. Für Jahres- und Saisonkarteninhaber liegt die Tagesgebühr bei 5 Euro.

Als Begründung geben die Verantwortlichen an, dass durch die Erhebung der Gebühren eine Bewirtschaftung der Parkplätze erst möglich gemacht werde. Die Toiletten werden geöffnet und regelmäßig desinfiziert. Es wird Einweiser geben, die Mülltonnen werden entleert. Auch wird ein Winterdienst eingesetzt, damit die Parkplätze morgens geräumt und gestreut sind.

Alternative: Fahrgemeinschaften oder Bahn

Der Besucherandrang, der wohl zu erwarten ist, soll auf diese Weise kontrollierter stattfinden. Wem die Gebühr zu hoch ist, der kann auch mit der Bahn anreisen oder im Rahmen der Coronaregeln Fahrgemeinschaften bilden. Auch dieser Gedanke stecke hinter der Entscheidung, erklärt Verena Altenhofen, Pressesprecherin der BZB.

Am Wank und am Eibsee bleiben die Gebühren wie gehabt. Die Toiletten am Eibseebahnhof werden für Gäste geöffnet sein.

Pistenskitouren nach wie vor nur bedingt erlaubt

Zu der Situation mit den Skitourengehern sagt Verena Altenhofen: „Nach wie vor gilt hier grundsätzlich das freie Betretungsrecht der Natur. Das aber unter Vorbehalt. Denn wenn wir beschneien und die Pistenraupen unterwegs sind, kann das schnell gefährlich werden.“ In diesem Fall würden Verbotsschilder aufgestellt. Da die BZB an einem Saisonstart Mitte Januar festhalte, werde nach wie vor beschneit. Die Pistenraupen seien notwendig, um den Kunstschnee zu verteilen und die Schneeschichten zu verfestigen, erklärt die Pressesprecherin.
Conie Morarescu

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