Hornschlittenrennen am Dreikönigstag

Rasanter und knallharter Sport: Das Hornschlittenrennen in Partenkirchen. Foto: Thomas Sehr

Das Hornschlittenrennen gehört zum Dreikönigstag wie die Alpspitze zu Garmisch-Partenkirchen. Am Freitag ist es wieder soweit. Dann werden sich rund 100 Teams, Männer wie Frauen, auf ihre Gefährte setzen und versuchen, so schnell wie möglich ins Tal zu fahren. Auf ihrem rasanten Ritt werden die Piloten von einigen Tausend Fans angefeuert.

Es ist bereits die 43. Ausgabe des Klassikers, der vom Hornschlittenverein Partenkirchen ausgerichtet wird. Für die Teams, die sich zu viert auf die Schlitten quetschen, geht es nicht nur um Gaudi, sondern vor allem um knallharten Sport: Sie kämpfen hier um Hundertstelsekunden, Streckenrekorde und nicht zuletzt um den Titel des Bayerischen Meisters. Der Streckenrekord liegt bei 1:25,67 Minuten, aufgestellt im Jahr 2004 von der Mannschaft „De'Vogelfreien Gaißach“ mit Hans Haslinger, Stefan Brandhofer, Hans Sanktjohanser und Michael Gerg. Schnellstes Damenteam in der Geschichte des Wettbewerbs waren die „Werdenfelser Schnee- hasn Partenkirchen / Grainau“, mit Barbara Erhardt, Katharina Neuner, Antonia Ebner und Kathrin Hosp. Sie benötigten bei der vergangenen Auflage des Rennens beachtliche 1:38,52 Minuten. Die Zuschauer müssen sich bis spätestens um 12 Uhr auf ihren Plätzen an der Strecke eingefunden haben, bevor eine halbe Stunde später das Rennen gestartet wird. Die Länge beträgt 1000 Meter, dabei ist eine Höhendifferenz von 160 Metern zu bezwingen. Am schnellsten Teilstück, dem „Eri-Stich“, werden Spitzengeschwindigkeiten bis zu 90 km/h erreicht. Wie in den vergangenen Jahren gibt es pro Torfehler einen Zeitaufschlag von fünf Sekunden. Bei Zeitgleichheit entscheidet die höhere Startnummer über die Platzierung. Bei Schlitten, deren Besatzung das Ziel nicht vollständig erreicht, wird die Ankunft des letzten Mannschaftsmitglieds gestoppt. Bereits einen Tag vor dem Rennen findet am Donnerstag ab 16 Uhr der Anschubwettbewerb in der Partenkirchner Ludwigstraße statt. Dabei muss die Mannschaft des Anschubwettbewerbes nicht mit der vom Hornschlittenrennen identisch sein.

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