Unter großem Aufwand möglich gemacht

Das Hornschlittenrennen findet statt

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Mit großem Einsatz präparieren Mitglieder des Hornschlittenvereins Partenkirchen die Strecke für das traditionsreiche Rennen. Weil der Schnee mühsam zusammengekratzt und an die Strecke transportiert wird, erfolgt der Start diesmal ab dem Rasseneck. Im Einsatz (v.l.) zu sehen: Michael Erhardt, Steve Kaufhold, Peter Hofmann und der 1. Vorstand Peter Strodl.

Schwierig sind die Bedingungen heuer. Es ist zwar kalt genug, aber Schnee ist auch zum Jahresauftakt noch immer Mangelware. Der Hornschlittenverein Partenkirchen hat dennoch beschlossen, das traditionsreiche Rennen am Dreikönigstag durchzuziehen, denn längst gehört der Klassiker zu Garmisch-Partenkirchen und lockt seit Jahrzehnten nicht nur die Teilnehmer sondern auch die Zuschauer an.

Peter Strodl, der 1. Vorstand des Hornschlittenvereins Partenkirchen e.V., war dieser Tage ein gefragter Mann. Viele wollten wissen, ob das Hornschlittenrennen stattfinden kann. „Es wird ein Kraftakt, aber wir ziehen es durch“, erklärte er auch gegenüber dem Kreisboten. Mit großer Anstrengung wird der Schnee vom Gudiberg zur Strecke an den „Hohen Weg“ gebracht. 100 Meldungen liegen für das Hornschlittenrennen 2020 vor – die Teams und auch die zahlreichen Zuschauer freuen sich auf das Event. Inzwischen ist klar, dass die Strecke verkürzt wird. „Horn heil“ schallt es dennoch am Dreikönigstag über den „Hohen Weg“ an der Partnachalm in Partenkirchen, wenn die 100 Starterteams, Männer wie Frauen, auf ihren traditionellen Hornschlitten den rasanten Ritt wagen. 

Es ist bereits die 51. Ausgabe des Klassikers, der vom Hornschlittenverein Partenkirchen ausgerichtet wird. Für die Teams, die sich zu viert auf die Schlitten quetschen, geht es nicht nur um Gaudi, sondern um knallharten Sport: Sie kämpfen um Hundertstelsekunden, Streckenrekorde und nicht zuletzt um den Titel des Bayerischen Meisters. Am Dreikönigstag müssen sich die Zuschauer bis spätestens um 12 Uhr auf ihren Plätzen an der Strecke eingefunden haben, bevor eine halbe Stunde später das Rennen gestartet wird; eine Höhendifferenz von 160 Metern gilt es zu bezwingen. 2019 siegte die Mannschaft vom Volkssport Trusetal mit Ralf Messerschmidt, René Heinze, Marco Peter und Torsten Wolf. Bei den Frauen war „Herz ist Trumpf“ vom WSV Schlehdorf mit Silvana Führler, Patricia Danner, Anna-Lena Strobl und Nicole Pfister nicht zu schlagen. Am Abend des Dreikönigstages wird ab 19 Uhr beim großen Hornschlitten-Ball mit Siegerehrung in der Bayernhalle kräftig gefeiert. Für Stimmung sorgt die Partyband „GamsKULT“. Gegen 22 Uhr findet auch wieder die kostenlose Tombola für alle Rennteilnehmer statt. tf / tra

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