Hubschrauberpiloten der Bundespolizei trainieren für Gebirgseinsatz

"Anspruchsvolles Fliegen"

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Vor dem Abflug müssen einige Dinge noch gecheckt werden.

Ohlstadt – Berufshubschrauberpilot bei der Bundespolizei werden, das ist ein Traum von vielen jungen Männern, aber nicht jeder schafft es. Die Ausbildung ist nicht leicht, aber die, die es schaffen, waren zum Abschluss in Ohlstadt. Das Fliegen im alpinen Gelände wurde geübt.

Unter ihnen war auch Julian Bartels. Der 25-Jährige aus Braunschweig war vor allem von der Landschaft sehr begeistert. „Der Flug war sehr anspruchsvoll und anstrengend. Aber von dort oben hat man eine wunderschöne Aussicht und vor allem hat man Respekt“, erklärte er. Im Hubschrauber sitzen sie meistens zu dritt. Ein Flugschüler, der Lehrer und eine weitere Person ist noch mit dabei. Diese hat die Hinderniskarte in der Hand. „Natürlich wird der Flug vorher so gut es geht besprochen“, sagte er. 

Die Piloten sowie der Hubschrauber kommen während der Übung an ihre persönliche sowie auch Leistungsgrenze. „Die Aufmerksamkeit im Gebirge ist anders als im Flachland. Sie müssen zum Beispiel auf Seilbahnen achten“, erklärte Ausbildungsleiter Rüdiger Baden.

Ausbildung von Piloten und Flugtechnikern 

Die Schüler durchlaufen eine 18-monatige Ausbildung, um ihre Lizenz zu erlangen. Die Ausbildung umfasst ca. 1000 Theorie-Stunden, 210 Flugstunden sowie 750 Stunden technisch-praktische Ausbildung. Im Unterricht werden Fachkenntnisse in den Fächern Luftrecht, Luftfahrzeugtechnik, Flugleistung- und Planung, Psychologie, Meteorologie, Navigation, Betriebsverfahren und Aerodynamik vermittelt.

Von Bonn nach Ohlstadt

Die Hubschrauberpiloten mussten im Gebirge fliegen. © Alma Jazbec
Die Hubschrauberpiloten mussten im Gebirge fliegen. © Alma Jazbec
Die Hubschrauberpiloten mussten im Gebirge fliegen. © Alma Jazbec
Die Hubschrauberpiloten mussten im Gebirge fliegen. © Alma Jazbec
Die Hubschrauberpiloten mussten im Gebirge fliegen. © Alma Jazbec
Die Hubschrauberpiloten mussten im Gebirge fliegen. © Alma Jazbec
Die Hubschrauberpiloten mussten im Gebirge fliegen. © Alma Jazbec
Die Hubschrauberpiloten mussten im Gebirge fliegen. © Alma Jazbec
Die Hubschrauberpiloten mussten im Gebirge fliegen. © Alma Jazbec
Die Hubschrauberpiloten mussten im Gebirge fliegen. © Alma Jazbec

Während dieser Ausbildung lernt der zukünftige Pilot den Hubschrauber sicher zu fliegen. Zunächst werden in der fliegerischen Grundausbildung 125 Stunden auf dem einmotorigen Schulungshubschrauber H120 geflogen. Dann folgen 80 Stunden auf dem zweimotorigen Hubschrauber H135. Die technische Ausbildung der Flugtechniker beinhaltet auch größere Wartungsarbeiten.

Zwei Stunden von Bonn nach Ohlstadt

Bartels hat schon fast alles hinter sich. Die Abschlussprüfung muss er noch bestehen. „Als Kind war es schon mein Traum zur Polizei zu gehen. Die Ausbildung zum Bundespolizisten habe ich hinter mir. Die Ausbildung zum Hubschrauberpiloten ist wirklich hart. Ein breites Spektrum an Wissen wird abgedeckt. Vor allem der technische Bereich ist für mich sehr interessant“, sagte er. Morgen geht es für die Schüler und Baden wieder zurück nach Bonn. Der Flug dauert so gute zwei Stunden.

Wir wünschen allen Hubschrauberpiloten viel Erfolg bei der Prüfung. Vielleicht wird der eine oder andere Pilot eines Tages mal wieder über den Bergen in der Luft zu Hause sein. Wer sich bei der Bundespolizei bewerben möchte, bekommt Infos unter www.komm-zur-bundespolizei.de.

Von Alma Jazbec

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