Die Idee reift heran – Vision eines Michael Ende-Zentrums in Garmisch-Partenkirchen

Bürgermeister Thomas Schmid (li.) und Roman Hocke bei der Vertragsunterzeichnung, im Hintergrund Georg Büttel, Vorsitzender der Phantastischen Gesellschaft. Foto: Edenhofer

Spontaner Applaus brandet bei den Gästen auf, als Bürgermeister Thomas Schmid die Vision eines Michael- Ende- Zentrums in Aussicht stellte. „Auch das Richard-Strauss-Institut ist nicht von heute auf morgen entstanden“, sagt Schmid und bekräftigt damit, dass es sicher noch eine gewisse Zeit dauern wird. „ Aber wir kommen dem ein Stück näher.“

Der Grundstein wurde mit der Vertragsunterzeichung für das Michael-Ende-Archiv gelegt, den Roman Hocke, Lektor und Freund der Familie Ende, offiziell unterzeichnet hat. Er ist der Nachlassverwalter des Werkes von Michael Ende und stellt dem Markt Garmisch-Partenkirchen als Leihnehmer eine umfangreiche Sammlung verschiedenster Dokumente aus dem Leben Michael Endes und dessen Vater Edgar Ende zur Verfügung. Bestandteil des Vertrages ist die Übernahme des Archives als Dauerleihgabe an die Marktgemeinde, die in einem überschaubaren Zeitraum aus der Michael Ende-Dauerausstellung ein Michael Ende-Zentrum entwickeln möchte. Ziel eines solchen Zentrums ist es, den Schriftsteller und sein Werk, aber auch die Kunstwerke seines Vaters dem surrealistischen Kunstmaler Edgar Ende der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Der weltberühmte Schriftsteller und Schöpfer der „Unendlichen Geschichte“ wurde in Garmisch-Partenkirchen geboren. „Die Übernahme des Archivs ist ein großes Geschenk für Garmisch-Partenkirchen“, freute sich der Bürgermeister. Darin enthalten sind sowohl wissenschaftliche Beiträge als auch für den Ausstellungsbesucher interessante Werke, beispielsweise Bücher oder digitalisierte Fernsehauftritte des Schriftstellers. Dabei war es gar nicht so leicht, die Sammlung anzulegen, erinnert sich Hocke, denn „Michael Ende hat nichts gesammelt oder aufgehoben“. Ende dachte, die Menschen fänden nur an seinen Bücher Gefallen, nicht aber an seinen Aufzeichnungen. Auch Georg Büttel, Vorsitzender der Phantastischen Gesellschaft, die das Werk Endes fördert, ist begeistert über diesen weiteren Meilenstein der Würdigung Endes an seinem Geburtsort. „Das ist das beste Beispiel, wie in Garmisch- Partenkirchen eine Kultur Idee reifen kann.“ Die Michael Ende-Ausstellung im Kurhaus ist dienstags bis sonntags von 12 bis 17 Uhr geöffnet.

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