50 männliche Farbmäuse und zehn weibliche Farbratten haben vorläufig ein neues zu Hause

Tierheim nimmt Nager aus illegalem Tiertransport auf

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Das Tierheim in GAP nahm insgesamt 60 gerettete Nager auf.

GAP - Am vergangenen Sonntag stoppte die Polizei bei Amberg (Oberpfalz) einen Kastenwagen. An Bord über 7000 Tiere. Tierschützer sprechen von dem bisher größten, gestoppten illegalen Transport in Deutschland.

In Schachteln und Holzkisten zusammengepfercht waren überwiegend Farbmäuse und Farbratten, aber auch Goldhamster, Meerschweinchen, Kaninchen und Chinchillas. An Bord hatte der Fahrer auch streng geschützte Exoten, wie vier Chamäleons und 125 Axolotls, eine mexikanische Schwanzlurchart. Eine Reihe der Tiere, die ohne Futter und Wasser transportiert wurden, waren bereits verendet, andere waren noch nicht entwöhnte Jungtiere oder während des Transports geboren. Die Ziele des tschechischen Transporters waren in Deutschland und in Belgien. Der Deutsche Tierschutzbund, Landesverband Bayern e.V. stand nun vor der Mammutaufgabe über 7000 Kleintiere unterzubringen. Wie immer half das Garmischer Tierheim, Tessy Lödermann ist ja auch Vizepräsidentin des Landesverbandes, sofort. 50 männliche Farbmäuse und zehn weibliche Farbratten wurden in der Einrichtung in Garmisch aufgenommen. Lödermann: "Für mich ist es unfassbar, dass der tschechische Fahrer, der keinerlei Papiere für den Tiertransport dabei hatte, gegen eine lächerliche Sicherheitsleistung von 500 Euro weiterfahren durfte. Hier liegen massive Verstöße unter anderem gegen das Tierschutzgesetz, das Seuchenrecht und EU-Transportrichtlinien vor." Im Tierheim werden die Nager nun aufgepäppelt. Vermittelt werden können sie derzeit noch nicht, da die Eigentumsverhältnisse noch nicht geklärt sind.

von Kreisbote

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