Grünes Licht für Tunnelbau

Staatsministerin Ilse Aigner verkündet Planung für den Wanktunnel – Kramertunnel soll bis 2024 fertig sein

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Immer aktiv mit Plakaten und Schilder dabei: die Mitglieder der Bürger­initiative; MdL Martin Bachhuber (CSU), Staatsministerin Ilse Aigner, MdL Harald Kühn (CSU), Landesgruppenchef Alexander Dobrindt (CSU) und Bürgermeisterin Dr. Sigrid Meierhofer (SPD).

GAP – Auf Garmisch-Partenkirchens Straßen rollt viel Verkehr und so bezeichnete Ilse Aigner, Staatsministerin für Bauen und Verkehr, diesen als „eine erhebliche Belastung für den Ort“.

Sie war am Freitagnachmittag, zusammen mit Alexander Dobrindt (Landesgruppenchef der CSU im Deutschen Bundestag), in die Marktgemeinde gekommen, um sich über die Entwicklung beim Bau des Kramertunnels zu informieren. Und, Aigner hatte noch eine Neuigkeit in Sachen Wanktunnel dabei: „Im vierten Quartal 2018 wollen wir die Planungen aufnehmen“. Die Ministerin betonte, die Ortsumfahrungen gehören zu den wichtigsten Straßenbauprojekten.

Dobrindt ermunterte die anwesenden Mitglieder der Bürger­initiative „2 Tunnel für Garmisch-Partenkirchen“ sich weiterhin einzusetzen. „Hätte nie gedacht, dass ich Demonstrationen so mitfeier“, stellte er fest. Erste Bürgermeisterin Dr. Sigrid Meierhofer ergänzte: „Ich weiß, dass das bürgerschaftliche Engagement immer sehr wichtig ist.“ Ob Kramer- oder Wanktunnel – „gefühlsmäßig leiden beide Ortsteile gleich“, so die Bürgermeisterin.

Bilder vom Besuch Ilse Aigners in Garmisch-Partenkirchen

 © Wießmeyer
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Über den derzeitigen Planungs- und Baustand zum Kramertunnel und wie es mit dem Wanktunnel weitergehen soll, informierte Uwe Fritsch, Leiter des Staatlichen Bauamts in Weilheim. Der Kramertunnel wird eine Länge von 3,6 Kilometern haben und sechs Brücken werden zur Ortsumfahrung Garmisch gehören. Die Gesamtkosten sind aktuell mit 198 Mio. Euro veranschlagt, wovon bereits 40 Mio. Euro investiert wurden. Mit dem Bau des Rettungsstollens – etwa 350 Meter fehlen noch – wurde 2010 begonnen. Aufgrund geologischer Probleme (eine überraschende Menge an Wasser), mussten die Arbeiten 2013 eingestellt werden. Es waren „kritische Bergverhältnisse“, so Fritsch und das Leben der Arbeiter wäre in Gefahr gewesen. Doch nun, nach erneuten Planungen, soll es weiter gehen. Der Baubeginn für den Kramertunnel ist für Ende 2019 geplant. 2024 soll dann der Verkehr durch den Tunnel fließen. Bereits im Frühjahr 2019 sollen die Brücken über die Loisach bei Grainau gebaut werden.

In Sachen Wanktunnel sollen die Vorbereitungen (z. B. Verkehrsgutachten) anlaufen, sodass Ende 2020 das Planfeststellungsverfahren eingeleitet werden kann.

von Melanie Wießmeyer

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