Im Murnauer Kemmelpark entsteht eine Trainingsanlage für die Polizei

Erhöhtes Sicherheitsgefühl

Baustelle Trainingsanlage
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An den bestehenden Polizeistützpunkt im Murnauer Kemmelpark schließt sich das Trainingszentrum an. Die Bauarbeiten haben gerade begonnen, Einweihung soll 2023 sein.

Murnau – In der Marktgemeinde Murnau –genauer gesagt, im Kemmelpark - entsteht ein Trainingszentrum für die Polizeibeamten der Landkreise Garmisch-Partenkirchen, Weilheim-Schongau und Bad Tölz-Wolfratshausen. Nach Jahren der Planung sind Ende Januar 2021 auf dem 2600 Quadratmeter großen Grundstück an der Barbarastrasse mit dem Erdaushub die Bauarbeiten angelaufen. Die Einweihung des 14-Millionen-Euro-Projektes soll 2023 sein.

Das zukünftige Trainingszentrum schließt sich südlich einem Polizeistützpunkt an, in dem rund 115 Vollzugsbeamte*innen ihrem Dienst nachgehen. Neben der für den nördlichen Landkreis Garmisch-Partenkirchen zuständigen Polizeiinspektion sind dies eine Einheit der ‚Operativen Ergänzungsdienste‘ (OED) sowie eine Grenzpolizei-Dienststelle. Der Landtagsabgeordnete Harald Kühn (CSU) ließ sich bereits vor zwei Jahren über das Vorhaben unterrichten: „Das neue Zentrum wird optimale Trainingsbedingungen bringen.“ Die Anlage ist – so Kühn damals anlässlich eines Ortstermins - dringend notwendig. Die aktuellen Trainingsstätten, für die 600 in den drei Oberland-Landkreisen stationierten Polizisten*innen, sind auf drei Standorte in Schongau, Weilheim und Mittenwald verteilt.

Der Bauumfang, den der Hochbauspezialist des staatlichen Bauamtes Weilheim, Peter Aumann, 2018 umriss, hat heute noch Gültigkeit: „Das zweigeschossige, unterkellerte Gebäude bekommt eine Länge von 40 Metern und eine Höhe von neun Metern. Die Anlage ist so konzipiert, dass es für die umliegende Wohnbebauung keine Belästigungen geben wird.“ Vorgesehen sind neben Schulungsräumen, eine für alle Handwaffengattungen geeignete 25-Meter-Schießanlage, sowie eine Halle in der sich Fahrzeugkontrollen und die Annäherung an ein Hindernis bei diversen Einsatzlagen trainieren lassen. Dazu kommt eine Sporthalle und ein Multifunktionsraum mit variablen Wänden, um verschiedene Einsatzszenarien nachstellen zu können – etwa in einem Treppenhaus, einer Wohnung, einem Lokal; jeweils bei Tageslicht oder bei Dunkelheit.

Der Leiter der Polizeiinspektion Murnau, Joachim Loy, bekräftigte gegenüber Harald Kühn seine Einschätzung, dass nicht nur die Polizei ihren Mehrwert aus dem neuen Trainingszentrum ziehen wird, sondern auch die Murnauer Bevölkerung: „Die Beamten in unserem Einzugsgebiet werden vierteljährlich zu Schulungen und Schießtraining nach Murnau kommen. Die Kollegen*innen kommen mit ihren Dienstfahrzeugen und sind im Ortsbild an ihren Uniformen zu erkennen. Das bringt ein höheres Sicherheitsgefühl für die Menschen. gb

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