"Disco-Fieber" sensibilisiert Jugendliche für mehr Sicherheit im Straßenverkehr

"Immer auf meine Hand schauen"

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Damit die Retter an die „verletzte“ Person kamen, mussten die Feuerwehrmänner erst einmal die Türe aufschneiden.

GAP – Es könnte nachts um 4 Uhr morgens passieren. Man ist müde, oder gar angetrunken, steigt von der Disko aus ins Auto und will Heim fahren. Plötzlich kracht es. Jugendliche zwischen 18 und 24 Jahren sind überdurchschnittlich häufig an Verkehrsunfällen beteiligt. Die Aktion Disco-Fieber will auf emotionaler Ebene Einstellungs- und Verhaltensänderungen erreichen und das Verantwortungsgefühl junger Menschen stärken. Für junge Menschen hat Mobilität einen hohen Stellenwert, insbesondere in der Freizeit.

So sind Jugendliche am Wochenende häufig nachts unterwegs, um zu Freunden, Partys oder in die Disco zu fahren. Je weiter der Abend voranschreitet, umso größer werden die Risiken im Straßenverkehr, ausgelöst durch Selbstüberschätzung, Gruppendynamik, Alkohol, Übermüdung oder zu hohe Geschwindigkeit. Nahezu die Hälfte aller Verkehrsunfälle von Fahrerinnen und Fahrern im Alter zwischen 18 bis 24 Jahre ereignen sich an Wochenenden in der Nacht oder in den frühen Morgenstunden. Diese tragischen Ereignisse nennt die Polizei „Disco-Unfälle“.

Gymnasiasten schauten zu

So einen Disco-Unfall simulierte am Donnerstag die Freiwillige Feuerwehr Garmisch, die Polizei, das BRK und der Kriseninterventionsdienst unter der Leitung des Bayerischen Zentrums für Prävention und Gesundheitsförderung (ZPG) des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit. Schüler der zehnten Klasse des Werdenfels-Gymnasiums schauten sich die Rettung an. Die Aktion fand zunächst in der Aula der Schule statt und daran anschließend wurde die Übung auf der nördlichen Fläche des Eisstadions (nähe Sailerhof) durchgeführt.

Jugendliche für mehr Sicherheit im Straßenverkehr sensibilisieren

Wer ist dran? Was ist passiert?

Kaum hatte Kommandant Peter Gröbl einen Freiwilligen gefunden, der einen Notruf absetzen sollte, ging ein wirklich Notruf ein. Aber die Übung konnte trotzdem stattfinden. Wer ist dran, was ist passiert, gibt es verletzte Personen? Das sind Fragen, die unterem der junge Schüler beantwortet hatte. Keine Minute später waren das BRK und Freiwillige Feuerwehr Garmisch mir Blaulicht und Sirene zur Stelle. Zuerst wurde geschaut, wie schwer verletzt die Personen sind. „Immer auf meine Hand schauen“, sagte einer der Sanitäter und legte diese auf die Frontscheibe. 

Dach wurde aufgeschnitten

Die Seitenfenster wurden abgeklebt und danach eingeschlagen. Die erste Person konnte gerettet werden. Um an die zweite Verletzte zu kommen, wurde das Dach durchgeschnitten. Gespannt schauten die Schüler zu. Gröbl und sein Kollege von der Polizei erklärten immer wieder welche Aktion gerade durchgeführt wurde. „Man denkt, dass das alles sehr langsam voran geht, aber es gibt eine Regel: Eine Stunde darf der Einsatz vom Eintreten der Feuerwehr bis zur Rettung der Personen dauern“.

Von Alma Jazbec

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