Gesundheitsamt beteiligt sich an der bayernweiten Impfberatung zur Masernimpfung

Impfschutz statt Masern-Erkrankung

+
Wer seinen Impfpass überprüfen lassen möchte, kann das am Donnerstag im Gesundheitsamt machen.

GAP - Masern sind keine harmlose Kinderkrankheit. In Bayern erkranken zunehmend auch Jugendliche und junge Erwachsene an der gefährlichen Infektionskrankheit. Eine Impfung schützt. Allerdings sind gerade Jugendliche und Erwachsene oft nicht ausreichend geimpft. Das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege führt daher im Januar und Februar 2017 eine bayernweite Aufklärungskampagne zum Thema Masernimpfung für Erwachsene durch. Auch das Gesundheitsamt im Landratsamt Garmisch-Partenkirchen beteiligt sich heuer an der verstärkten Impfaufklärung.

Wer also sicher gehen möchte, ausreichend geimpft zu sein, kann seinen Impfpass in der Impfsprechstunde des Gesundheitsamtes (Partnachstraße 26) am Donnerstag, 26. Januar , zwischen 8 und 12 Uhr überprüfen lassen. Auch telefonisch ist das Gesundheitsamt unter der Nummer 08821 / 751-513 erreichbar. Bei einem Besuch der Impfsprechstunde ist bitte der Impfausweis mitzubringen. Im Rahmen der Sprechstunde werden jedoch keine Impfungen angeboten, diese können beim Hausarzt nachgeholt werden.

Masern gehören zu den ansteckendsten Viruskrankheiten. Weltweit sind Masern eine führende Todesursache bei Kindern, obwohl seit 40 Jahren ein sicherer und wirksamer Impfstoff zur Verfügung steht. 2003 starben weltweit mehr als eine halbe Million Menschen an Masern – meist Kinder. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sank die Zahl der Todesfälle bis 2014 auf 114 900 Todesfälle – ein großer Erfolg der Impfung. Die Impfung schützt vor den Masern und möglichen Komplikationen. Erwachsene, die nach 1970 geboren sind, sollten dringend ihren Masernimpfschutz überprüfen lassen: Wer gar nicht oder nur einmal im Kindesalter geimpft

wurden, sollte die Impfung nachholen. Das gleiche gilt bei unbekanntem Impfstatus, z.B. wenn der Impfausweis nicht mehr aufzufinden ist. Eine Impfung verhindert auch die Verbreitung des Virus und damit die Ansteckung. Dies ist besonders wichtig für den Schutz von Säuglingen, die zu jung für die Impfung sind, und schwere Komplikationen bei einer Masernerkrankung erleiden können. Die Ständige Impfkommission empfiehlt für Kinder ab elf Monaten eine zweimalige Kombi-Impfung gegen Masern, Mumps und Röteln, bei früherem Kita-Besuch bereits ab 9 Monaten. Eine individuelle Beratung kann z.B. beim Haus- oder Kinderarzt erfolgen.

Von Alma Jazbec

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

Flucht aus der Psychiatrie
Flucht aus der Psychiatrie
Unbekannter entreißt Siebenjähriger die Handtasche
Unbekannter entreißt Siebenjähriger die Handtasche
Reger Austausch bei der Zukunftsmesse
Reger Austausch bei der Zukunftsmesse
Kraftfahrer besitzt keinen Führerschein
Kraftfahrer besitzt keinen Führerschein

Kommentare