Landkreisbürger über 80 Jahre können sich einen Impftermin geben lassen

Ab 26. Januar soll in Garmisch-Partenkirchen der Impfstart für die Ü80 erfolgen

Patient wird geimpft
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LandkreisbürgerInnen über 80 Jahre können sich ab 12. Januar einen Impftermin geben lassen – geimpft wird voraussichtlich ab 26. Januar

Seit Mitte Dezember haben sich hunderte Bürgerinnen und Bürger an das Landratsamt Garmisch-Partenkirchen und das Rote Kreuz gewandt, um einen Corona-Impftermin zu vereinbaren. Ab morgen, 12. Januar, ist eine Registrierung für alle, die 80 Jahre oder älter sind  - streng nach Prioritätengruppe - telefonisch oder per Mail möglich.

„Zum Teil haben uns die Leute Impfbestätigungen ihres Hausarztes geschickt“, berichtet Klemens Reindl, Kreisgeschäftsführer des Roten Kreuzes. Auch die Haus­ärzte im Landkreis wurden mit Anfragen überschwemmt. „Entsprechend der bundesweiten Corona-Impfstrategie haben wir aber auch in unserem Landkreis seit dem 27. Dezember zunächst nur Heimbewohner sowie die Mitarbeiter in den Einrichtungen und Kliniken mit unseren mobilen Impfteams geimpft“, betont Landrat Anton Speer.

Streng nach Prioritätengruppe

Gegenwärtig haben 830 Personen (Stand 11. Januar) den Impfstoff von Biontech/Pfizer erhalten; ab 16. Januar beginnen bereits die Zweitimpfungen in den Senioren- und Pflegeheimen und Kliniken. Auch wenn das Impfzentrum am Alpspitz-Wellenbad seit dem 15. Dezember für den Impfbetrieb bereitsteht, konnte hier aufgrund der mangelnden Impfstoffbereitstellung noch nicht mit den Impfungen begonnen werden. Ab dem 26. Januar aber soll nun auch hier der Startschuss fallen. Zunächst werden Bürgerinnen und Bürger geimpft, die 80 Jahre oder älter sind und zu Hause leben. Die Termine werden ab dem 12. Januar unter der Telefonnummer 08821 / 751-900 vergeben.

Inzwischen ist auch die bayernweite Online-Plattform zur Terminvergabe ans Netz gegangen. Umfassende Informationen zum Ablauf der Impfung und zu den verwendeten Impfstoffen finden alle Interessierten auch auf der Info-Seite von Landrats­amt und Rotem Kreuz unter www.coronagap.de. „In den kommenden Tagen versenden die Gemeinden auch schriftliche Einladungen an die Personen mit höchster Priorität“, so Landrat Speer, der dies mit den Bürgermeistern so vereinbart hat. Im Landkreis Garmisch-Partenkirchen leben insgesamt über 9.000 Bürgerinnen und Bürger, die älter als 80 Jahre sind. Das Rote Kreuz hat für die kommenden Wochen die Kapazitäten im Impfzentrum Garmisch-Partenkirchen und bei den mobilen Impfteams erhöht.

Es besteht kein Grund zur Hektik

Der neue bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek betont, dass für Impfwillige kein Grund zur Hektik besteht. Eine möglichst schnelle Registrierung führe nicht automatisch zu einem schnellen Impftermin. „Die Vergabe der Impftermine orientiert sich vielmehr streng an der Zugehörigkeit zu der jeweils aufgerufenen Prioritätengruppe“, so der Gesundheitsminister. Er bittet daher darum, sich nur dann zu registrieren, wenn man zu einer der bekannten Prioritäts-Gruppen gehört. Laut Holetschek werden so unnötige Prüfungen und Rückfragen vermieden und die Impfung derer, die größeren Gefahren oder schwereren Folgen einer Infektion ausgesetzt sind, beschleunigt. Neben der neuen digitalen Möglichkeit unter www.impfzentren.bayern werden Termine auch weiterhin telefonisch in den regionalen Impfzentren (Garmisch-Partenkirchen: 08821 / 751-900 ) oder über die bundesweite Zentralnummer 116 117 vergeben. tra

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