ISEK startet wichtigen Schritt für die Zukunft von Garmisch-Partenkirchen

Mit aktiver Bürgerbeteiligung

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Konzentriertes Arbeiten im Sitzungssaal von Garmisch-Partenkirchen.

GAP –Was soll sich in den nächsten 15 Jahren in Garmisch-Partenkirchen ändern? Wo liegen die Stärken und wo die Schwächen? An welchen Stellen im Ort und bei welchen Themen besteht Optimierungsbedarf? Um diese Fragestellungen geht es beim Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzept (ISEK), mit dessen Erstellung der Marktgemeinderat die Architekten und Stadtplaner Koch + Partner beauftragt hat.

Mit dem „1. ISEK-Forum“ fand am 13. Juli der Projektauftakt im Rathaus von Garmisch-Partenkirchen statt. Erste Bürgermeisterin Dr. Sigrid Meierhofer begrüßte neben einem interdisziplinären Expertenteam auch Vertreter der verschiedenen Fraktionen im Marktgemeinderat und Mitarbeiter der Verwaltung sowie zahlreiche lokale Akteure aus Verbänden und Vereinen sowie Geschäftsleute. „Es ist ein äußerst positives Signal, dass fast alle Eingeladenen gekommen sind“, freute sich Dr. Sigrid Meierhofer und betonte, dass die Ergebnisse des ISEK nicht in der Schublade verschwinden, sondern nach und nach in Einzelmaßnahmen umgesetzt werden. Das ISEK sei Voraussetzung für alle zukünftigen Maßnahmen im Rahmen der Städtebauförderung, aus deren Topf auch die Erstellung zu 80 Prozent finanziert wird. Die aktive Bürgerbeteiligung ist Voraussetzung und wichtiger Stützpfeiler in dem rund 18 Monate umfassenden Prozess. Und so ging es bei diesem ersten Treffen nicht nur um allgemeine Informationen zum ISEK und gegenseitiges Kennenlernen, sondern vor allem um eine erste Meinungsabfrage unter den eingeladenen Garmisch-Partenkirchner Bürgerinnen und Bürgern. Auf Fragebögen und an insgesamt sechs Thementischen gaben die rund 40 Anwesenden ihre Einschätzungen zu Aspekten wie Städtebau, Landschaft, Freiraum und Ökologie, Demografie, Wirtschaft, Soziales, Bildung und Gesundheit, Verkehr und Mobilität, Freizeit und Tourismus sowie Energie, Klima und Nachhaltigkeit ab. Dabei sollten die Anwesenden den Ist-Zustand bezüglich verschiedener Themen, unter anderem beispielsweise zu vorhandenem Wohnraum, touristischem Angebot, E-Mobilität, Verkehrssituation, Kulturlandschaft und Ortsgestaltung als positiv oder negativ bewerten.

Erste Bestandsaufnahme 

Nach einer Stunde konzentriertem Arbeiten fassten die Experten der jeweiligen Themenbereiche die Ergebnisse dieser ersten Bestandsaufnahme in einem kurzen Stimmungsbild zusammen. Wo die Standorte mit dem geringsten beziehungsweise größten Handlungsbedarf lokalisiert sind, zeigte die Häufung grüner und roter Klebepunkte, die die Anwesenden gleich zu Beginn auf einem Ortsplan angebracht hatten. Als positiv wurden die Garmischer Fußgängerzone, die Ludwigstraße und das Kainzenbad bewertet. Mit vielen roten Punkten fielen Skistadion, das Areal zwischen Bahnhof und Lagerhausstraße sowie Olympia-Eissportzentrum und Kurpark ins Auge. Bei weiteren Treffen, die ab jetzt vierteljährlich stattfinden, werden die Ergebnisse dann detailliert präsentiert und weitere Schritte für eine langfristige und zukunftsweisende Entwicklung von Garmisch-Partenkirchen getan.

Von Kreisbote

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