Beratung und Unterstützung der Benachteiligten in wichtigen Sozialrechtsfragen

VdK mit 70-jähriger Erfolgsgeschichte

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V. li.: Zweiter Bürgermeister Wolfgang Bauer, Landrat Anton Speer, Dr. Georg Vollmann (VdK Gründungsmitglied aus Weilheim, geehrt für 70 Jahre Mitgliedschaft) Michael Pausder, Landesgeschäftsführer VdK Bayern, Susann Enders, Kreisvorsitzende VdK Oberland, Daniel Overdiek, stellv. Bezirksgeschäftsführer VdK Oberbayern, Josef Mayrock (VdK Gründungsmitglied aus Schwabbruck, seit 70 Jahren Mitglied), Jana Krämer, Kreisgeschäftsführerin VdK Oberland.

Region/GAP – Der VdK Bayern begeht heuer sein 70-jähriges Gründungsjubiläum. Um diesen Anlass gebührend zu feiern, lud der Kreisverband des VdK Oberland in den Gasthof „Schatten“ nach Garmisch-Partenkirchen ein. Der Einladung gefolgt sind Kommunalpolitiker sowie Vorstände von befreundeten Vereinen, Mitglieder aus den VdK Ortsverbänden der Landkreise Weilheim-Schongau und Garmisch-Partenkirchen und der Ehrenvorsitzende Dr. Sepp Klasen.

Die Kreisvorsitzende, Susann Enders, hob zur Begrüßung die 70-jährige Erfolgsgeschichte des Sozialverbandes hervor. Geboren aus der Not der Nachkriegszeit hat sich der VdK zu einer modernen Vertretung der Bürger in Sozialrechtsfragen entwickelt. Was ursprünglich zur Unterstützung für Kriegsopfer und deren Angehörige gegründet wurde, ist eine wichtige Sozialrechtsvertretung geworden. Damals wie heute setzt sich der VdK für seine Mitglieder ein, als kompetenter Dienstleister und als starker sozialpolitischer Interessenvertreter.

Doch auch das Miteinander wird dort groß geschrieben. Die Ortsverbände werden von ehrenamtlichen Mitgliedern betreut. Nicht nur Wanderungen und Informationsveranstaltungen, sondern auch Tanzabende und Krankenbesuche bietet das umfangreiche Angebot des Verbandes. Nach den Grußworten des Landrates Anton Speer (Freie Wähler) und des 2. Bürgermeisters von Garmisch-Partenkirchen, Wolfgang Bauer (CSU), ging der Landesgeschäftsführer des VdK Bayern, Michael Pausder, auf die Erfolge des VdK ein. Bundesversorgungsgesetz, Körperbehindertengesetz, Schwerbehindertengesetz, Behindertengleichstellungsgesetz, Mütterrente … um nur einige zu nennen, die auf Druck des VdK in Kraft getreten sind. Im Jahr 2009 unterzeichnete die Bundesrepublik Deutschland die UN-Behindertenrechts-Konvention, auf deren volle Umsetzung der VdK aber leider noch immer pochen muss. Der Weg ist noch weit, bis in Deutschland vollkommene Chancengleichheit und gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit und ohne Behinderung erreicht ist. Im Rentenpaket 2014 wurden auch die Erwerbsminderungsrenten durch eine Anhebung der Zurechnungszeiten erhöht, und die so genannte „Rente ab 63“ wurde eingeführt. Beides waren zentrale VdK-Forderungen. Dank der Öffentlichkeitsarbeit des VdK, insbesondere seit der VdK-„Aktion gegen Armut“ mit Großflächenplakaten in ganz Deutschland, ist das Thema Altersarmut seither ins Bewusstsein von Öffentlichkeit und Politik gerückt. „Bis vor einigen Jahren haben viele Politiker schlicht abgestritten, dass Altersarmut ein ernsthaftes Problem ist und die gesetzliche Rente immer häufiger nicht zum Leben reicht“, so Pausder.

Als parteiunpolitischer Verein ist der VdK zu einem nicht mehr wegzudenkenden Akteur in der deutschen Gesellschaft geworden. Ein kritischer und konstruktiver Begleiter der Sozialpolitik und ein Sprachrohr der Benachteiligten in diesem Land.

„Zukunft braucht Menschlichkeit“ lautet das Leitmotiv, welches die Grundlage des Handelns bildet. Mit den Worten: „Wir werden weiter dafür kämpfen, dass Mitmenschlichkeit, Solidarität und Menschenwürde nicht auf der Strecke bleiben“, beendete Pausder seine Festrede.

Als Höhepunkt des Abends wurde den Gründungsmitgliedern, Josef Mayrock aus Schwab­bruck und Dr. Georg Vollmann aus Weilheim das VdK Ehrenabzeichen für 70-jährige Mitgliedschaft überreicht. Der Weilheimer, Hugo Weinhardt, ebenfalls 70 Jahre Mitglied, konnte leider aus gesundheitlichen Gründen nicht an der Veranstaltung teilnehmen. Bevor der Abend mit den Klängen der Musiker von „Gamskult“ zu Ende ging, wünschte Susann Enders allen Gästen, dass das „K“ für Kriegsopfer im Namen des VdK nie wieder die Bedeutung der Gründerjahre gewinnen darf.

von Lilian Edenhofer

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