Sonderausstellung im Alpinen Museum München

100 Jahre Bergwacht Bayern: Mittenwald war von Anfang an dabei

100 Jahre Bergwacht Bayern Mittenwald Alois Glück Joachim Herrmann Alpines Museum München
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Vertreter der Mittenwalder Bergwacht waren auch bei der Ausstellungseröffnung in München dabei. Mittenwald gehört zu den vier Gründungsbereitschaften in Bayern.
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Schätzungsweise 4000 Arbeitsstunden haben Ehrenamtliche der Bergwacht München in die Sonderausstellung "100 Jahre Bergwacht" gesteckt. Seit zwei Jahren ist sie in Planung.
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Technische Entwicklung bei der Sicherung.
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Rückblicke auf 100 Jahre Bergwacht Bayern
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Die Ausstellung wurde liebevoll und anschaulich gestaltet.
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Multimediale Elemente: Videos, Fotos, Hörimpressionen, der Besucher der Ausstellung kann sich in die Arbeit der Bergwacht hinein versetzen.
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Die sympathische Niederbayerin Anna Biller, eine der ehrenamtlichen Kuratoren der Ausstellung, hat sich intensiv mit der Geschichte der Bergwacht auseinandergesetzt.
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Die Ausstellung ist auch etwas für die Kleinen. Es wurden interaktive Spiele gestaltet: Hier kann man am Beispiel Watzmann ertasten, welches Tier in welcher Vegetationszone zuhause ist.

München / Region – Vor 100 Jahren wurde die Bergwacht in Bayern gegründet. Zu diesem Anlass haben ehrenamtliche Einsatzkräfte der Münchner Bereitschaft mit viel Herz und Einsatz eine Sonderausstellung im Alpinen Museum gestaltet. 100 Jahre Bergwacht auf 100 Quadratmetern. Am vergangenen Samstag wurde die Ausstellung feierlich eröffnet.

Während der Gründungszeit der Bergwacht in den 1920er Jahren erlebte der Alpentourismus einen Boom. Schon damals führte das zu Problemen, besonders für die Natur. Das Edelweiß zum Beispiel drohte auszusterben, da es sehr begehrt war. Heute würde man die ersten Bergwachtler wahrscheinlich „Ranger“ nennen. Um ihre Berge und Ideale zu schützen, gründeten Naturschützer und Bergsteiger gemeinsam eine „Natur- und Sittenwacht“, damals noch unter dem Deutschen Alpenverein (DAV). Doch sie schützten nicht nur den Berg vor den Menschen, sondern auch umgekehrt. Es dauerte nicht lange, bis sich aus dem Gebirgsunfalldienst des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) und Mitgliedern des DAV eine organisierte Bergrettung formierte, die bis heute noch zum BRK gehört.

Bergwacht Mittenwald: Bis heute wird Kameradschaft gelebt

Die ersten Bereitschaften waren München, Bad Tölz, Wolfratshausen und Mittenwald. Zur Ausstellungseröffnung waren einige Mittenwalder aus verschiedenen Generationen vor Ort. Der dienstälteste anwesende Bergwachtler war Peter Hornsteiner. Seit 60 Jahren schon ist er in der Bergrettung aktiv. Auch heute muss sich die Mittenwalder Bereitschaft keine Sorgen um Nachwuchs machen. Im Moment werden 17 Anwärter ausgebildet. Von Generation zu Generation werden Wissen und Erfahrung weitergegeben. Zusammenhalt und Kameradschaft werden intensiv gelebt. Wegen der Corona-Pandemie mussten die festlichen Veranstaltungen in Mittenwald abgesagt werden. Aber es ist geplant, sie im Juni 2021 mit einer Festwoche nachzuholen. 

Lohnenswerte Ausstellung "100 Jahre Bergwacht" im Alpinen Museum München

Ein Besuch der Ausstellung ist sehr lohnenswert. In fünf Themenblöcken wird multimedial und mit liebevollen Details von der spannenden Geschichte der Bergwacht erzählt. In Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Rundfunk wurde ein „Virtual Reality“- Projekt geschaffen. Die Besucher haben die Möglichkeit, eine Hubschrauberrettung nachzuempfinden. Sie erfahren, wie es sich anfühlt, an der Seilwinde gerettet zu werden. Originale Ausrüstungsgegenstände machen die Geschichte greifbar, erzählen von unglaublichen Einsätzen, wie der ersten Lebendrettung aus der Eiger Nordwand mit einem 500 Meter langen Stahlseil. Noch bis zum 27. September ist die Ausstellung in München zu sehen. Es gibt ein interessantes Rahmenprogramm. Weitere Infos finden Sie auf der Internetseite des DAV.  moc

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Rubriklistenbild: © Conie Morarescu

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