"Karwendelkristalle" – Neue Gondeln der Karwendelbahn sind im Einsatz

Vor der neuen Kristallgondel (v.l.): Karwendelbahn-Vorstand Erhard Bender, Aufsichtsratsvorsitzender Georg Geiger, Landrat Harald Kühn und Bürgermeister Adolf Hornsteiner. Foto: Kornelia Wehmeier

„Hoch überm niederen Erdenleben sollen sie im blauen Himmelszelt sich bewegen . . .“ , diese Zeilen aus dem „Lied der Glocke“ von Friedrich Schiller passen wunderbar zur Einweihung der „Karwendelkristalle“, der zwei neuen Großkabinen, die seit dem 11. Dezember die Besucher von der Karwendel Talstation hinauf zur Bergstation auf 2244 Metern befördern.

Rundherum verglast bieten sie eine nach allen Seiten reichende, weite Rundsicht, haben einen abgegrenzten Führerstand, zwei Klappsitzbänke, einen Monitor und eine Audio-Videoanlage. Doch bevor die „Karwendelkristalle“ ihre Jungfernfahrt in die Höhe antraten, begrüßte die Musikkapelle Mittenwald die vielen geladenen Gäste mit dem Kaiserjägermarsch. Noch war das kostbare „Kristall“ verhüllt, und die Redner, die auf der improvisierten Bühne ihre Festreden hielten, weil es auch der „Internationale Tag der Berge“ war, sprachen zwar zu den Gästen, doch die Gondel im Hintergrund war auch eine geduldige Zuhörerin. „Es gab viele Pläne und Überlegungen“, so Vorstand Erhard Bender, „bis wir ein gesamtheitliches Konzept erarbeiten konnten, was den Kostenrahmen deckte. Die Anschaffung der Gondeln und die damit notwendigen technischen Erneuerungen belaufen sich auf 250.000 bis 300.000 Euro. Wir sind alle sehr froh über die heutige Premiere und die noch fehlenden Investitionen werden nach und nach erledigt. Die alten Fahrpreise behalten ihre Gültigkeit, wir haben nicht erhöht“. Für Landrat Harald Kühn waren die „Kristallgondeln“ ein schönes Geschenk zum dritten Advent. Es werde immer mehr zu einem Erlebnis, auf den Karwendel zu fahren. Auch sei es für die Karwendelbahn eine großartige Werbung im Verbund der Wettbewerbe mit anderen Bergbahnen. „Als einen Aufbruch in die Zukunft“, formulierte Bürgermeister Adolf Hornsteiner den Start der „Karwendelkristalle“. Wenn man an die erste Gondelfahrt 1967 denke, so sei die heutige Bergfahrt eine „Uraufführung“, der hoffentlich viele weitere „Kristallfahrten“ folgen werden. Natürlich geht nichts ohne den kirchlichen Segen und den Schutz Gottes. Und so weihten Dekan Thomas Gröner und der neue evangelische Pfarrer Wolfgang Scheel die im Sonnenlicht funkelnde Kabine mit Worten aus dem Alten Testament und einem Gebet. Wie von Zauberhand verschwand schließlich die weiße Hülle von der geweihten Kristallgondel und es regnete viele kleine goldene Sternchen, die bei der sich in Bewegung setzenden Gondel und ihren zukünftigen Berg- und Talfahrten ein symbolischer Begleiter sein sollen.

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