Kegeln auf historischer Bahn – Freilichtmuseum Glentleiten lädt zum "Tag des offenen Denkmals" ein

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KREISBOTE, Großweil – Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz ruft am Sonntag, 13. September, zum „Tag des offenen Denkmals" auf. Ziel ist es, auf die Arbeit und die Erfolge im Denkmalschutz aufmerksam zu machen. Passend zum Jahresmotto „Historische Orte des Genusses“ öffnet das Freilichtmuseum Glentleiten an diesem Tag seine über 100 Jahre alte Kegelbahn und das Salettl. Das Salettl, einst als Freisitz und so genannter Sommerkeller mit Eislager zum Bierausschank genutzt, wurde 1872 in Staudham bei Wasserburg im Landkreis Rosenheim errichtet und ist heute im Original im Museum zu sehen. Zum Ensemble gehört auch die zwischen 1872 und 1876 erbaute historische Kegelbahn – ein typisches Beispiel für die vor allem in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in ganz Oberbayern errichteten Kegelbahnen. Von 11 bis 13 Uhr lädt der historische Biergarten am Salettl zum bayerischen Frühschoppen mit Musik ein. Ab 13 Uhr findet für Groß und Klein dann ein Preiskegeln – frei nach dem Motto „Drei Schuss in die Vollen“ – auf der historischen Kegelbahn statt. Zu gewinnen gibt es kleine Souvenirs aus dem Museum. Einen „Ausflug in die Vergangenheit“ bietet der Freundeskreis um 11 Uhr an. Treffpunkt für diese kostenlose Sonntagsführung ist am Kramerladen. Mit dem Ensemble aus Salettl und Kegelbahn präsentiert das Freilichtmuseum Glentleiten ein Denkmal historischer Biergartenkultur. Der Begriff „Salettl“ stammt aus dem Italienischen („saletta", kleiner Saal) und ist heute vor allem in Österreich gebräuchlich. Umschreiben wird damit ein Pavillion, ein Gartenhäuschen oder die Veranda eines Gasthauses. Die historische Kegelbahn und das Salettl wurden im Jahr 2003 vor dem Abriss bewahrt und im Herbst 2006 in das Freilichtmuseum des Bezirks Oberbayern übersiedelt. Das Salettl war schon an seinem originalen Standort in Staudham Kühlhaus und Sommerkeller. Das Eis für die Kühlung wurde damals vom Staudhamer See geholt. „An der Glentleiten leben heute wieder zwei Seelen in seiner Brust. Zum einen ist es historisches Exponat und zeugt damit von historischer Freizeitkultur. Zum anderen dient es heute bei schönem Wetter als Gaststätte, die modernen gastronomischen Anforderungen gerecht werden muss“, erklärt die stellvertretende Museumsleiterin Ariane Weidlich.

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