Pumpspeicherkraftwerk am Jochberg ad acta gelegt

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Im Sommer hatten die NaturFreunde Bayern auf die Pumpspeicherkraftwerkspläne am Jochberg aufmerksam gemacht.

Walchensee – Die Bayerische Staatsregierung hat ihren Plan für ein Pumpspeicherkraftwerk am Jochberg aufgegeben. Wirtschaftsministerin Ilse Aigner hatte am Wochenende erklärt, dass sich keine Investoren finden lassen. Überhaupt seien die Pläne für den Jochberg „ohnehin keine gute Idee. Das ist ein Ausflugsberg und wäre mit der Bevölkerung und auch unter Umweltgesichtspunkten ohnehin schwer zu realisieren“.

schwer zu realisieren“. Hintergrund des aktuellen Statements: Ilse Aigner hatte sich mit dem österreichischen Vize-Kanzler Mitterlehner getroffen und dabei eine Erklärung über eine Zusammen- arbeit im Energiebereich unterzeichnet. Die Ministerin sagte, die Kraftwerke in Österreich hätten erhebliche Überkapazitäten, die man nutzen könne. In Kochel, Walchensee, in Urfeld und in der Jachenau, aber auch in der gesamten Region wurde die Bekanntgabe mit großer Erleichterung aufgenommen. Mit Aktionen, massiven Bürgerprotesten und Un- terschriftensammlungen hatten die Gegner und Kritiker des Projekts immer wieder gegen das Vorhaben protestiert. Erst vor wenigen Wochen hatten bei einer gemeinsamen Exkursion der NaturFreunde Deutschlands, des Landesverbandes Bayern mit dem Aktionsbündnis „nochberg“, sowie Vertretern aus SPD und dem Bund Naturschutz noch einmal darauf aufmerksam gemacht, welches Ausmaß an Zerstörung der Bau des Pumpspeicherkraftwerks mit sich bringen würde. Nicht nur um ästhetische Aspekte ist es den Gegnern und Naturschützern gegangen, die durch eine gewaltige Staumauer und eine riesige Wasserfläche mit ständig wechselnder Füllhöhe entstanden wären. Man wies vor allem auf die für den Bau des Oberbeckens und die gigantischen Bergbaumaßnahmen notwendige Infrastruktur mit einem Straßennetz, Abraumhalden und temporären Wohnsiedlungen für die Bauarbeiter hin, die den Berg schwer beeinträchtigt hätten. Auch im Tal hätte der Bau zu einem Ausbau der Straßen geführt. Hiervon wären auch Landschaftsschutzgebiete und FFH-Flächen betroffen gewesen. Die Bewohner der Talorte Walchensee, Jachenau, Urfeld und Kochel atmen auf. Sie hätten während der auf mindestens 10 Jahre geschätzten Bauzeit mit starken Beeinträchtigungen durch den Schwerlastverkehr leben und gleichzeitig auf die Einnahmen durch den Tourismus verzichten müssen. Dennoch will man wachsam bleiben, dies haben der Kocheler Bürgermeister Thomas Holz (CSU) und der Landrat Tölzer Landrat Josef Niedermaier (Freie Wähler) bekräftigt. Auch Friedl Krönauer, der Vorsitzende der BN Kreisgruppe Tölz-Wolfratshausen und Koordinator des örtlichen Widerstandes erklärte: „Wir werden wachsam bleiben und uns weiterhin für den Erhalt unserer Heimat einsetzen“.

Von Kreisbote

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