Bis zu 25 Kinder können im »modularen Bau« künftig unterkommen

Kindergartenerweiterung in Grainau

Bauweise Container
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Die „Container” für die Kindergartenerweiterung in Grainau wurden angeliefert.

Grainau – Die St. Irmengard-Schulen haben es praktiziert, die Berufsschule an der Schornstraße in Garmisch-Partenkirchen ebenfalls, viele Großbaustellen kommen ebenso nicht ohne sie aus. Und oftmals werden sie gestapelt. Die Rede ist von Containern, die ein notwendiges Provisorium bilden.

Das Wort „Container“ ist in den Fachkreisen natürlich verpönt. „Es sind modulare Bauten, die relativ schnell eingesetzt werden können und in puncto Funktionalität und Komfort nichts vermissen lassen“, informiert Rene Cientanni von der Firma Bauer Holzbausysteme aus Wangen im Allgäu. Diese Firma war für den erfolgten Erweiterungsbau für den Kindergarten Grainau zuständig. Und wenn man den Bau betritt, der aus insgesamt fünf Räumlichkeiten besteht, erinnert tatsächlich wenig an einen „Container“. Innerhalb von nur wenigen Werktagen hat die Firma nicht nur die Bauten auf die Fundamente gehievt und die Versorgungsanschlüsse vorgenommen, sondern auch die weitere Technik des Innenlebens installiert. Sehr zur Freude von Bürgermeister Stephan Märkl und der Kindergartenleiterin Lucia Schmid. Denn die Platznot hat nun ein Ende. Seit dem Jahre 1996 besteht bereits ein Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz für Dreijährige bis zu ihrer Einschulung. Mit den vorhandenen drei Gruppenräumen im kirchlichen Kindergarten „Zu den heiligen Schutzengeln“ war dies nicht mehr zu stemmen.

So hat die Gemeinde Grainau den erforderlichen Grund zwischen dem Feuerwehr-Gerätehaus und dem Bauhof zur Verfügung gestellt und auch die Kosten für den „Container“ übernommen. Der Kindergarten wiederum kümmert sich um den Betrieb in der künftigen „Außenstelle“. „Diese ist nämlich nur wenige Meter vom Hauptgebäude entfernt, dies kommt uns dabei natürlich wesentlich zugute“, sagt Schmid. Für die Erweiterung hat der Kiga-Verbund St. Martin Garmisch, er ist für die Verwaltung verschiedener Horte im Pfarrverband Zugspitze zuständig, bereits die personellen Voraussetzungen geschaffen. „Eine zusätzliche Fachkraft zur Verstärkung des Teams ist bereits eingestellt. Für die Anfangsbelegung werden zunächst 14 Kinder einziehen, später erfolgt eine Aufstockung auf bis zu 25 Kindern“, betont die Kindergartenleiterin.“

Die hohe Funktionalität des Erweiterungsbaus lässt ein flüchtiger Blick von außen nur erahnen. „So gibt es neben dem Gruppenraum mit einer Küchenzeile den Sanitärbereich, sowie einen Personal-, Neben- und Technikraum“, schildert Bürgermeister Märkl. Und um den Bau, der durch seine Holzbeplankung eh schon optisch hochwertig wirkt weiter aufzuwerten, wird dieser noch mit einem Pultdach versehen. „Dies übernimmt dann eine heimische Zimmerei“. Somit freuen sich alle Beteiligten, wenn in Kürze die ersten Kinder ihren neuen, ganz besonderen Gruppenraum beziehen dürfen. mun

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