Eier als fragile Kunstwerke

“klEIne Welten“: Ausstellung im Museum Aschenbrenner in Garmisch-Partenkirchen

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Helmut Meister und Museumsleiterin Karin Teufl achten besonders gut auf die zerbrechlichen Exponate.

40.000 winzige Perlen, kunstvoll auf ein einziges Ei platziert, das schafft mit viel Geschick, Geduld und Sinn für Ästhetik Helmut Meister. Gestaltet hat er damit ein Straußenei. Doch seine Technik findet auch auf kleineren Exemplaren wie Hühner-, Wachtel- oder Enteneiern Anwendung. Aufgewachsen auf einer Hühnerfarm, wurde Meister der Umgang mit Eiern praktisch in die Wiege gelegt. Sein Interesse am Sammeln von kunstvoll verzierten Eiern erwachte jedoch erst im Alter von 16 Jahren, als er ein mit Occhi-Spitze verziertes Osterei geschenkt bekam.

Heute besitzt Meister eine faszinierende Sammlung von über 3 000 Eier-Kunstwerken, allesamt mit einem echten Ei als Basis. Die aktuelle Ausstellung im Museum Aschenbrenner zeigt eine Auswahl seiner Sammlung. Mit Messer, Pinsel, Schere, Säure oder Wachs sowie vielen anderen Techniken bearbeitet, wird die Schale zur Leinwand oder gar das ganze Ei zur Skulptur. Während Helmut Meister mit japanischen Perlen arbeitet, richtet Helga Heckelsmüller aus Memmingen Eierschalen regelrecht ein, mit filigranen Papierlandschaften oder Papiermännchen. Weitere Eierkünstler fräsen, polieren, modellieren, perforieren oder bemalen die Eier so originell, dass kein Ei dem anderen gleicht. Detaillierte Landschaften, schrullige Eier­köpfe, florale Kompositionen, Theaterbühnen und abstrakte, geometrische Muster machen deutlich, wie vielfältig die Eierkunst sein kann. Eines jedoch haben all die verschiedenen Eier gemein: Sie sind große Kunstwerke in „kl-Ei-nem“ Format. Kunsteier von Daniela Volkmer und Helmut Meister werden im Museumsshop zum Verkauf angeboten. 

Die Ausstellung im Museum Aschenbrenner an der Loisachstraße ist geöffnet von Dienstag bis Sonntag und auch am Ostermontag jeweils von 11.00 bis 17.00 Uhr. Passend zum Osterwochenende gibt es auch wieder ein ganz besonderes Begleitprogramm: Das schon traditio­nelle Schaubrüten im Mu­seum Aschenbrenner, das vor allem von den Kindern wieder mit besonderem Eifer verfolgt werden kann. Wann die Küken genau schlüpfen werden, bleibt eine spannende Frage. Aber die Chancen für das Wochenende stehen gut. ms

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