Aus drei Metern Höhe gestürzt

Seil zu kurz: Kletterunfall am Frauenwasserl in Oberammergau

abgeschnittenes Kletterseil
+
Selbst gekürzte Kletterseile können zu Unfällen führen, da die Länge häufig falsch eingeschätzt wird.

Oberammergau - Mit einem gekürzten Seil zu klettern kann gefährlich werden. Am Wochenende kam es bei einer Familie aus dem Landkreis deswegen zu einem Unfall im Klettergarten Frauenwasser.

Am vergangenen Samstag, 12. September, stürzte ein Mann im Klettergarten Frauenwasser aus einer Höhe von etwa drei Metern auf den Boden. Er war gerade dabei, für seine beiden Kinder ein „Toprope“ einzurichten. Dafür wollte er ihnen das Seil in einer kurzen, leichten Route einhängen. Seine Frau sicherte ihn. Auf zehn Metern Höhe hängte er das Seil in die Umlenkung ein, seine Frau ließ ihn daraufhin ab. Das gekürzte Seil, das weniger als 20 Meter betrug, rutschte ihr durch das Sicherungsgerät und der Mann stürzte zu Boden.

Andere Kletterer leisteten sofort Erste Hilfe und verständigten den Rettungsdienst. Die Bergrettung Oberammergau kam zur HIlfe. Mit dem Hubschrauber „Christoph Murnau" wurde der Mann ins Krankenhaus gebracht.

Unfälle lassen sich durch einen Knoten im Seilende verhindern

Der Knoten im Seilende ist eine wichtige Grundregel beim Klettern. Er soll verhindern, dass das Seil beim Ablassen des Kletterpartners oder beim Abseilen durch die Sicherung rutscht. Immer wieder ist der fehlende Knoten im Seilende die Ursache von Kletterunfällen. Besonders bei gekürzten Seilen kann es schnell gefährlich werden, da die verbleibende Länge des Seiles häufig falsch beurteilt wird. Der Ausrüstungshersteller Petzl gibt Tipps zur Vermeidung von Unfällen dieser Art. (moc)

Auch interessant

Kommentare